{"id":9183,"date":"2026-09-23T06:57:18","date_gmt":"2026-09-23T06:57:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johanna-swist.de\/wpjs\/?p=9183"},"modified":"2026-09-23T06:57:59","modified_gmt":"2026-09-23T06:57:59","slug":"lohn-ueberstundenverguetung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.johanna-swist.de\/wpjs\/de\/lohn-ueberstundenverguetung\/","title":{"rendered":"Lohn: \u00dcberstundenverg\u00fctung"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">\u00dcberstundenverg\u00fctung\u00a0<\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000000;\"><button class=\"responsivevoice-button\" type=\"button\" title=\"ResponsiveVoice Tap to Start\/Stop Speech\" data-rvtts-action=\"speak\" data-rvtts-text=\"Das Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG vom 04.05.2022 \u2013 5 AZR 359\/21) l\u00e4sst sich wie folgt zusammenfassen: \u00a0 Sachverhalt \u00a0 Parteien &amp; T\u00e4tigkeit: Der Kl\u00e4ger war vom 01.10.2014 bis 30.06.2019 als Auslieferungsfahrer f\u00fcr Lebensmittel bei der Beklagten (einem Einzelhandelsunternehmen) besch\u00e4ftigt. Arbeitszeiterfassung: Die Zeiterfassung erfolgte elektronisch an einem Standort \u00fcber ein \u201eKommt- und Geht-System\u201c. F\u00fcr Fahrer wie den Kl\u00e4ger gab es technisch keine M\u00f6glichkeit, Pausenzeiten manuell einzutragen oder zu erfassen. Forderung: Der Kl\u00e4ger klagte auf Verg\u00fctung von 348 \u00dcberstunden (Wert: 5.222,67 \u20ac brutto) aus dem Zeitraum Januar 2016 bis Juli 2018. Er st\u00fctzte sich dabei auf den positiven Zeitsaldo des elektronischen Systems und trug vor, die gesamte erfasste Zeit durchgearbeitet zu haben. Pausen habe er wegen der hohen Last an Auslieferungsauftr\u00e4gen nicht machen k\u00f6nnen. Position des Arbeitgebers: Die Beklagte bestritt die \u00dcberstunden. Es handele sich lediglich um reine Anwesenheitszeiten (\u201eKommt-Geht-Zeiten\u201c). Der Kl\u00e4ger sei angewiesen worden, Pausen zu machen, und habe diese sowie zus\u00e4tzliche Raucherpausen auch genommen. Vorinstanzen: Das Arbeitsgericht gab der Klage weitgehend statt (mit Blick auf das EuGH-Arbeitszeiterfassungs-Urteil). Das Landesarbeitsgericht (LAG Niedersachsen) \u00e4nderte das Urteil ab und wies die Klage bez\u00fcglich der 348 \u00dcberstunden ab. Dagegen richtete sich die Revision des Kl\u00e4gers. \u00a0 Argumente der Parteien &amp; Streitpunkte \u00a0 Kl\u00e4ger (Arbeitnehmer): Der positive Saldo der Zeiterfassung belege die gearbeiteten Stunden. Wegen der Auslieferungsauftr\u00e4ge seien Pausen nicht m\u00f6glich gewesen. Nach der EuGH-Rechtsprechung (CCOO-Urteil von 2019) zur Pflicht der Arbeitgeber zur Arbeitszeiterfassung m\u00fcsse sich die Darlegungs- und Beweislast im \u00dcberstundenprozess zugunsten des Arbeitnehmers erleichtern. Beklagte (Arbeitgeber): Blo\u00dfe Anwesenheitszeiten bedeuten nicht, dass tats\u00e4chlich durchgehend gearbeitet wurde. \u00dcberstunden wurden weder ausdr\u00fccklich angeordnet noch gebilligt, geduldet oder waren notwendig. Pausen seien angewiesen und genommen worden. \u00a0 Entscheidungsgr\u00fcnde (Kern der BAG-Entscheidung) \u00a0 Das BAG hat die Revision des Kl\u00e4gers zur\u00fcckgewiesen. Er hat keinen Anspruch auf die begehrte \u00dcberstundenverg\u00fctung (\u00a7 611a Abs. 2 BGB, \u00a7 612 Abs. 1 BGB). \u00a0 Erste Stufe: Darlegung der geleisteten Stunden (Erf\u00fcllt) \u00a0 Der Kl\u00e4ger hat die Leistung von \u00dcberstunden auf der ersten Stufe der abgestuften Darlegungslast ausreichend behauptet, indem er f\u00fcr jeden Tag konkrete Zeiten anhand des Zeiterfassungssystems nannte und vortrug, er habe durchgearbeitet. \u00a0 Zweite Stufe: Fehlen der arbeitgeberseitigen Veranlassung (Nicht erf\u00fcllt) \u00a0 F\u00fcr einen Verg\u00fctungsanspruch reicht die reine Arbeitsleistung nicht aus. \u00dcberstunden m\u00fcssen vom Arbeitgeber veranlasst (oder ihm zumindest zuzurechnen) sein. Der Arbeitgeber muss sich keine unaufgeforderten Mehrleistungen aufdr\u00e4ngen lassen. Das BAG pr\u00fcfte die vier Kategorien der Veranlassung und lehnte sie alle ab: Keine Anordnung: Es gab keine ausdr\u00fcckliche oder konkludente Weisung zu \u00dcberstunden. Keine Billigung: Die blo\u00dfe Aufzeichnung von Kommt-\/Geht-Zeiten im System ohne nachtr\u00e4gliche Abzeichnung oder Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung stellt keine Genehmigung dar. Keine Duldung: Duldung setzt voraus, dass der Arbeitgeber von konkreten \u00dcberstunden Kenntnis hatte und nicht einschritt. Die reine Zeiterfassung begr\u00fcndet keine Kenntnis davon, dass Pausen nicht genommen wurden. Keine Erforderlichkeit\/Notwendigkeit: Der Kl\u00e4ger trug nur pauschal vor, die Pausen seien wegen der Touren unm\u00f6glich gewesen. Er h\u00e4tte konkret darlegen m\u00fcssen, wie das Beladen verlief und warum die Tourenpl\u00e4ne Pausen objektiv unm\u00f6glich machten. \u00a0 Keine Auswirkung des EuGH-Urteils (CCOO) auf die Beweislast \u00a0 Der wichtigste rechtsgrunds\u00e4tzliche Teil der Entscheidung: Unterscheidung Arbeitsschutz vs. Verg\u00fctungsrecht: Die EuGH-Rechtsprechung zur Pflicht des Arbeitgebers, ein System zur Messung der t\u00e4glichen Arbeitszeit einzurichten (Art. 31 Abs. 2 GRC, Richtlinie 2003\/88\/EG), dient ausschlie\u00dflich dem Gesundheits- und Arbeitsschutz. Keine Auswirkung auf die Beweislast: Das Unionsrecht macht keine Vorgaben f\u00fcr das nationale Verg\u00fctungsrecht. Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung \u00e4ndert daher nichts an den Grunds\u00e4tzen der abgestuften Darlegungs- und Beweislast im \u00dcberstundenverg\u00fctungsprozess. Der Arbeitnehmer bleibt weiterhin voll daf\u00fcr darlegungs- und beweispflichtig, dass \u00dcberstunden vom Arbeitgeber angeordnet, gebilligt, geduldet oder betrieblich notwendig waren. \u00a0 Fazit \/ Merksatz des Urteils \u00a0 Auch wenn der Arbeitgeber Beginn und Ende der Arbeitszeit erfassen muss (EuGH-Vorgabe), f\u00fchrt eine Stundenerfassung allein nicht automatisch zu einem Anspruch auf \u00dcberstundenverg\u00fctung. Der Arbeitnehmer muss nach wie vor darlegen und beweisen, dass und warum der Arbeitgeber diese \u00dcberstunden veranlasst hat.\" data-rvtts-voice=\"Deutsch Female\" data-rvtts-brand-url=\"https:\/\/responsivevoice.org\/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by\" data-rvtts-brand-label=\"Powered by ResponsiveVoice\"><svg class=\"rvtts-icon\" width=\"22\" height=\"22\" viewBox=\"0 0 22 22\" fill=\"currentColor\" aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z\"\/><\/svg><span class=\"responsivevoice-button__label\">Text anh\u00f6ren<\/span><\/button> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Urteil des Bundesarbeitsgerichts <span style=\"color: #080060;\"><a href=\"https:\/\/www.bundesarbeitsgericht.de\/entscheidung\/5-azr-359-21\/\">(<strong>BAG vom 04.05.2022 \u2013 5 AZR 359\/21<\/strong><\/a>)<\/span> l\u00e4sst sich wie folgt zusammenfassen:<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Sachverhalt<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Parteien &amp; T\u00e4tigkeit:<\/strong> <\/span>Der Kl\u00e4ger war vom 01.10.2014 bis 30.06.2019 als Auslieferungsfahrer f\u00fcr Lebensmittel bei der Beklagten (einem Einzelhandelsunternehmen) besch\u00e4ftigt.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Arbeitszeiterfassung:<\/strong> <\/span>Die Zeiterfassung erfolgte elektronisch an einem Standort \u00fcber ein \u201eKommt- und Geht-System\u201c. F\u00fcr Fahrer wie den Kl\u00e4ger gab es technisch <span style=\"color: #080060;\"><strong>keine M\u00f6glichkeit, Pausenzeiten manuell einzutragen oder zu erfassen<\/strong>.<\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Forderung:<\/strong><\/span> Der Kl\u00e4ger klagte auf Verg\u00fctung von <span style=\"color: #080060;\"><strong>348 \u00dcberstunden<\/strong> <\/span>(Wert: 5.222,67 \u20ac brutto) aus dem Zeitraum Januar 2016 bis Juli 2018. Er st\u00fctzte sich dabei auf den positiven Zeitsaldo des elektronischen Systems und trug vor, die gesamte erfasste Zeit durchgearbeitet zu haben. Pausen habe er wegen der hohen Last an Auslieferungsauftr\u00e4gen nicht machen k\u00f6nnen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Position des Arbeitgebers:<\/strong><\/span> Die Beklagte bestritt die \u00dcberstunden. Es handele sich lediglich um reine Anwesenheitszeiten (\u201eKommt-Geht-Zeiten\u201c). Der Kl\u00e4ger sei angewiesen worden, Pausen zu machen, und habe diese sowie zus\u00e4tzliche Raucherpausen auch genommen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Vorinstanzen:<\/strong><\/span> Das Arbeitsgericht gab der Klage weitgehend statt (mit Blick auf das EuGH-Arbeitszeiterfassungs-Urteil). Das Landesarbeitsgericht (LAG Niedersachsen) \u00e4nderte das Urteil ab und wies die Klage bez\u00fcglich der 348 \u00dcberstunden ab. Dagegen richtete sich die Revision des Kl\u00e4gers.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Argumente der Parteien &amp; Streitpunkte<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>Kl\u00e4ger (Arbeitnehmer):<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Der positive Saldo der Zeiterfassung belege die gearbeiteten Stunden.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wegen der Auslieferungsauftr\u00e4ge seien Pausen nicht m\u00f6glich gewesen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Nach der EuGH-Rechtsprechung (CCOO-Urteil von 2019) zur Pflicht der Arbeitgeber zur Arbeitszeiterfassung m\u00fcsse sich die Darlegungs- und Beweislast im \u00dcberstundenprozess zugunsten des Arbeitnehmers erleichtern.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>Beklagte (Arbeitgeber):<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Blo\u00dfe Anwesenheitszeiten bedeuten nicht, dass tats\u00e4chlich durchgehend gearbeitet wurde.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">\u00dcberstunden wurden weder ausdr\u00fccklich angeordnet noch gebilligt, geduldet oder waren notwendig.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Pausen seien angewiesen und genommen worden.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Entscheidungsgr\u00fcnde (Kern der BAG-Entscheidung)<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das BAG hat die <span style=\"color: #080060;\"><strong>Revision des Kl\u00e4gers zur\u00fcckgewiesen<\/strong><\/span>. Er hat keinen Anspruch auf die begehrte \u00dcberstundenverg\u00fctung (\u00a7 611a Abs. 2 BGB, \u00a7 612 Abs. 1 BGB).<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6><span style=\"color: #0500a8;\"> Erste Stufe: Darlegung der geleisteten Stunden (Erf\u00fcllt)<\/span><\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Kl\u00e4ger hat die Leistung von \u00dcberstunden auf der ersten Stufe der abgestuften Darlegungslast ausreichend behauptet, indem er f\u00fcr jeden Tag konkrete Zeiten anhand des Zeiterfassungssystems nannte und vortrug, er habe durchgearbeitet.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6><span style=\"color: #0500a8;\"> Zweite Stufe: Fehlen der arbeitgeberseitigen Veranlassung (Nicht erf\u00fcllt)<\/span><\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">F\u00fcr einen Verg\u00fctungsanspruch reicht die reine Arbeitsleistung nicht aus. \u00dcberstunden m\u00fcssen vom Arbeitgeber <span style=\"color: #080060;\"><strong>veranlasst<\/strong> <\/span>(oder ihm zumindest zuzurechnen) sein. Der Arbeitgeber muss sich keine unaufgeforderten Mehrleistungen aufdr\u00e4ngen lassen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das BAG pr\u00fcfte die vier Kategorien der Veranlassung und lehnte sie alle ab:<\/span><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Keine Anordnung:<\/strong><\/span> Es gab keine ausdr\u00fcckliche oder konkludente Weisung zu \u00dcberstunden.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Keine Billigung:<\/strong> <\/span>Die blo\u00dfe Aufzeichnung von Kommt-\/Geht-Zeiten im System ohne nachtr\u00e4gliche Abzeichnung oder Einverst\u00e4ndniserkl\u00e4rung stellt keine Genehmigung dar.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Keine Duldung:<\/strong><\/span> Duldung setzt voraus, dass der Arbeitgeber von konkreten \u00dcberstunden Kenntnis hatte und nicht einschritt. Die reine Zeiterfassung begr\u00fcndet keine Kenntnis davon, dass Pausen nicht genommen wurden.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Keine Erforderlichkeit\/Notwendigkeit:<\/strong><\/span> Der Kl\u00e4ger trug nur pauschal vor, die Pausen seien wegen der Touren unm\u00f6glich gewesen. Er h\u00e4tte konkret darlegen m\u00fcssen, wie das Beladen verlief und warum die Tourenpl\u00e4ne Pausen objektiv unm\u00f6glich machten.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6><span style=\"color: #0500a8;\"> Keine Auswirkung des EuGH-Urteils (CCOO) auf die Beweislast<\/span><\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der wichtigste rechtsgrunds\u00e4tzliche Teil der Entscheidung:<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Unterscheidung Arbeitsschutz vs. Verg\u00fctungsrecht:<\/strong> <\/span>Die EuGH-Rechtsprechung zur Pflicht des Arbeitgebers, ein System zur Messung der t\u00e4glichen Arbeitszeit einzurichten (Art. 31 Abs. 2 GRC, Richtlinie 2003\/88\/EG), dient ausschlie\u00dflich dem <span style=\"color: #080060;\"><strong>Gesundheits- und Arbeitsschutz<\/strong>.<\/span><\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Keine Auswirkung auf die Beweislast:<\/strong><\/span> Das Unionsrecht macht keine Vorgaben f\u00fcr das nationale Verg\u00fctungsrecht. Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung \u00e4ndert daher <span style=\"color: #080060;\"><strong>nichts<\/strong> <\/span>an den Grunds\u00e4tzen der abgestuften Darlegungs- und Beweislast im \u00dcberstundenverg\u00fctungsprozess.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Der Arbeitnehmer bleibt weiterhin voll daf\u00fcr darlegungs- und beweispflichtig, dass \u00dcberstunden vom Arbeitgeber angeordnet, gebilligt, geduldet oder betrieblich notwendig waren.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Fazit \/ Merksatz des Urteils<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Auch wenn der Arbeitgeber Beginn und Ende der Arbeitszeit erfassen muss (EuGH-Vorgabe), f\u00fchrt eine Stundenerfassung allein nicht automatisch zu einem Anspruch auf \u00dcberstundenverg\u00fctung. Der Arbeitnehmer muss nach wie vor darlegen und beweisen, <span style=\"color: #080060;\"><strong>dass und warum der Arbeitgeber diese \u00dcberstunden veranlasst hat<\/strong>.<strong><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Link f\u00fcr die Zusammenfassung \u00dcberstundenverg\u00fctung 16\/22: <strong><a href=\"https:\/\/www.bundesarbeitsgericht.de\/presse\/darlegungs-und-beweislast-im-ueberstundenverguetungsprozess\/\">https:\/\/www.bundesarbeitsgericht.de\/presse\/darlegungs-und-beweislast-im-ueberstundenverguetungsprozess\/<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Vereinbarkeit der Entscheidung mit der EuGH-Rechtsprechung<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000000;\"><button class=\"responsivevoice-button\" type=\"button\" title=\"ResponsiveVoice Tap to Start\/Stop Speech\" data-rvtts-action=\"speak\" data-rvtts-text=\"Die Vereinbarkeit der Entscheidung des 5. Senats des BAG (Urteil vom 04.05.2022 \u2013 5 AZR 359\/21) mit dem Europarecht ist in der Rechtswissenschaft umstritten, rechtlich jedoch strikt nach der dogmatischen Systematik des Unionsrechts begr\u00fcndet. Das Urteil steht mit der Rechtsprechung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH) im Einklang, weil der EuGH selbst eine klare Grenze zwischen Arbeitsschutzrecht und Verg\u00fctungsrecht zieht. \u00a0 Das Hauptargument f\u00fcr die Vereinbarkeit (Sichtweise des BAG) \u00a0 Das BAG st\u00fctzt die Vereinbarkeit im Wesentlichen auf die fehlende Regelungskompetenz des Unionsrechts f\u00fcr das nationale Entgeltrecht: Eingeschr\u00e4nkter Anwendungsbereich der Arbeitszeitrichtlinie: Die EuGH-Entscheidung CCOO (14.05.2019 \u2013 C-55\/18) basiert auf Art. 31 Abs. 2 der EU-Grundrechtecharta (GRC) sowie der Arbeitszeitrichtlinie 2003\/88\/EG. Der EuGH betont in st\u00e4ndiger Rechtsprechung (u. a. Radiotelevizija Slovenija, C-344\/19), dass die Richtlinie ausschlie\u00dflich dem Gesundheits- und Arbeitsschutz der Arbeitnehmer dient (Vermeidung von \u00dcberm\u00fcdung, Einhalten von H\u00f6chstarbeitszeiten und Ruhezeiten). Entgeltfragen sind Sache der Mitgliedstaaten: Nach Art. 153 Abs. 5 AEUV (Vertrag \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union) ist das Arbeitsentgelt ausdr\u00fccklich aus der Gesetzgebungskompetenz der EU f\u00fcr den Sozialbereich ausgeklammert. Das Unionsrecht regelt somit nicht, wie oder ob Arbeitszeit zu verg\u00fcten ist. Kein Dogmenwechsel im Prozessrecht: Da das Unionsrecht die Entgeltzahlung nicht regelt, f\u00e4llt die Verteilung der Darlegungs- und Beweislast im zivilrechtlichen Verg\u00fctungsprozess in die autonome Prozessgewalt der Mitgliedstaaten (Nationale Prozessautonomie). Eine arbeitsrechtliche Zeiterfassungspflicht f\u00fchrt daher nach Ansicht des BAG nicht automatisch zu einer Erleichterung der Beweislast f\u00fcr den Entgeltanspruch. \u00a0 Kritik an der Entscheidung (Gegenargumente aus der Literatur) \u00a0 Kritiker aus der Rechtswissenschaft bezweifeln die absolute Vereinbarkeit und bringen folgende Argumente vor: Effektivit\u00e4tsgebot (effet utile): Kritiker argumentieren, dass das unionsrechtliche Ziel des Arbeitsschutzes ausgeh\u00f6hlt wird, wenn der Arbeitgeber trotz Pflicht zur Zeiterfassung prozessual davon profitiert, dass er Mehrarbeit schlicht nicht anordnet oder veranlasst hat. Wenn geleistete \u00dcberstunden sanktions- und verg\u00fctungslos bleiben, sinke der Anreiz f\u00fcr Arbeitgeber, H\u00f6chstarbeitszeiten einzuhalten. Sekund\u00e4re Darlegungslast \/ Beweisvereitelung: Einige Juristen vertreten die Auffassung, dass die unterlassene oder unvollst\u00e4ndige Aufzeichnung der Arbeitszeit durch den Arbeitgeber nach unionsrechtlich gepr\u00e4gten Grunds\u00e4tzen zu einer Beweislastumkehr oder zumindest einer sekund\u00e4ren Darlegungslast zu seinen Lasten f\u00fchren m\u00fcsste. Vorabentscheidungsersuchen gefordert: Da das BAG eine Vorlage an den EuGH (gem\u00e4\u00df Art. 267 AEUV) explizit abgelehnt hat, bem\u00e4ngeln Kritiker, das BAG habe die Frage der Fernwirkung des Gesundheitsschutzes auf prozessuale Darlegungslasten vorschnell selbst entschieden (Acte-clair-Doktrin fehlerhaft angewendet). \u00a0 Fazit: \u00a0 Aus rein formeller und dogmatischer Sicht ist die Entscheidung mit der EuGH-Rechtsprechung vereinbar, weil der EuGH selbst mehrfach klargestellt hat, dass der unionsrechtliche Arbeitszeitbegriff nicht mit dem nationalen verg\u00fctungsrechtlichen Arbeitszeitbegriff gleichzusetzen ist. Die Kritik entz\u00fcndet sich vor allem an der rechtspolitischen Frage, ob die Trennung von Arbeitsschutz und Verg\u00fctung in der Praxis noch sachgerecht ist.\" data-rvtts-voice=\"Deutsch Female\" data-rvtts-brand-url=\"https:\/\/responsivevoice.org\/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by\" data-rvtts-brand-label=\"Powered by ResponsiveVoice\"><svg class=\"rvtts-icon\" width=\"22\" height=\"22\" viewBox=\"0 0 22 22\" fill=\"currentColor\" aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z\"\/><\/svg><span class=\"responsivevoice-button__label\">Text anh\u00f6ren<\/span><\/button> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Vereinbarkeit der Entscheidung des 5. Senats des BAG (Urteil vom 04.05.2022 \u2013 5 AZR 359\/21) mit dem Europarecht ist in der Rechtswissenschaft <span style=\"color: #080060;\"><strong>umstritten<\/strong>,<\/span> rechtlich jedoch strikt nach der dogmatischen Systematik des Unionsrechts begr\u00fcndet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Urteil steht mit der Rechtsprechung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH) im Einklang, weil der EuGH selbst eine klare Grenze zwischen <span style=\"color: #080060;\"><strong>Arbeitsschutzrecht<\/strong><\/span> und <span style=\"color: #080060;\"><strong>Verg\u00fctungsrecht<\/strong><\/span> zieht.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #0500a8;\"> Das Hauptargument f\u00fcr die Vereinbarkeit (Sichtweise des BAG)<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das BAG st\u00fctzt die Vereinbarkeit im Wesentlichen auf die fehlende Regelungskompetenz des Unionsrechts f\u00fcr das nationale Entgeltrecht:<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Eingeschr\u00e4nkter Anwendungsbereich der Arbeitszeitrichtlinie:<\/strong><\/span> Die EuGH-Entscheidung CCOO (14.05.2019 \u2013 C-55\/18) basiert auf Art. 31 Abs. 2 der EU-Grundrechtecharta (GRC) sowie der Arbeitszeitrichtlinie 2003\/88\/EG. Der EuGH betont in st\u00e4ndiger Rechtsprechung (u. a. Radiotelevizija Slovenija, C-344\/19), dass die Richtlinie ausschlie\u00dflich dem <span style=\"color: #080060;\"><strong>Gesundheits- und Arbeitsschutz<\/strong> <\/span>der Arbeitnehmer dient (Vermeidung von \u00dcberm\u00fcdung, Einhalten von H\u00f6chstarbeitszeiten und Ruhezeiten).<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Entgeltfragen sind Sache der Mitgliedstaaten:<\/strong><\/span> Nach Art. 153 Abs. 5 AEUV (Vertrag \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union) ist das Arbeitsentgelt ausdr\u00fccklich aus der Gesetzgebungskompetenz der EU f\u00fcr den Sozialbereich ausgeklammert. Das Unionsrecht regelt somit nicht, wie oder ob Arbeitszeit zu verg\u00fcten ist.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Kein Dogmenwechsel im Prozessrecht:<\/strong><\/span> Da das Unionsrecht die Entgeltzahlung nicht regelt, f\u00e4llt die Verteilung der Darlegungs- und Beweislast im zivilrechtlichen Verg\u00fctungsprozess in die autonome Prozessgewalt der Mitgliedstaaten (Nationale Prozessautonomie). Eine arbeitsrechtliche Zeiterfassungspflicht f\u00fchrt daher nach Ansicht des BAG nicht automatisch zu einer Erleichterung der Beweislast f\u00fcr den Entgeltanspruch.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #0500a8;\"> Kritik an der Entscheidung (Gegenargumente aus der Literatur)<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Kritiker aus der Rechtswissenschaft bezweifeln die absolute Vereinbarkeit und bringen folgende Argumente vor:<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Effektivit\u00e4tsgebot (effet utile):<\/strong><\/span> Kritiker argumentieren, dass das unionsrechtliche Ziel des Arbeitsschutzes ausgeh\u00f6hlt wird, wenn der Arbeitgeber trotz Pflicht zur Zeiterfassung prozessual davon profitiert, dass er Mehrarbeit schlicht nicht anordnet oder veranlasst hat. Wenn geleistete \u00dcberstunden sanktions- und verg\u00fctungslos bleiben, sinke der Anreiz f\u00fcr Arbeitgeber, H\u00f6chstarbeitszeiten einzuhalten.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Sekund\u00e4re Darlegungslast \/ Beweisvereitelung:<\/strong><\/span> Einige Juristen vertreten die Auffassung, dass die unterlassene oder unvollst\u00e4ndige Aufzeichnung der Arbeitszeit durch den Arbeitgeber nach unionsrechtlich gepr\u00e4gten Grunds\u00e4tzen zu einer Beweislastumkehr oder zumindest einer sekund\u00e4ren Darlegungslast zu seinen Lasten f\u00fchren m\u00fcsste.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Vorabentscheidungsersuchen gefordert:<\/strong><\/span> Da das BAG eine Vorlage an den EuGH (gem\u00e4\u00df Art. 267 AEUV) explizit abgelehnt hat, bem\u00e4ngeln Kritiker, das BAG habe die Frage der Fernwirkung des Gesundheitsschutzes auf prozessuale Darlegungslasten vorschnell selbst entschieden (Acte-clair-Doktrin fehlerhaft angewendet).<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Fazit:<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Aus rein formeller und dogmatischer Sicht ist die Entscheidung <span style=\"color: #080060;\"><strong>mit der EuGH-Rechtsprechung vereinbar<\/strong>,<\/span> weil der EuGH selbst mehrfach klargestellt hat, dass der unionsrechtliche Arbeitszeitbegriff nicht mit dem nationalen verg\u00fctungsrechtlichen Arbeitszeitbegriff gleichzusetzen ist. Die Kritik entz\u00fcndet sich vor allem an der rechtspolitischen Frage, ob die Trennung von Arbeitsschutz und Verg\u00fctung in der Praxis noch sachgerecht ist.<span style=\"color: #080060;\"><strong><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Was muss ein Arbeitnehmer, der die \u00dcberstundenverg\u00fctung geltend macht, vortragen?<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000000;\"><button class=\"responsivevoice-button\" type=\"button\" title=\"ResponsiveVoice Tap to Start\/Stop Speech\" data-rvtts-action=\"speak\" data-rvtts-text=\"Damit ein Arbeitnehmer vor Gericht erfolgreich eine \u00dcberstundenverg\u00fctung einklagen kann, greift nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (insb. BAG vom 04.05.2022 \u2013 5 AZR 359\/21) das System der abgestuften Darlegungs- und Beweislast. Der Arbeitnehmer muss auf der ersten Stufe im Prozess zwei wesentliche Voraussetzungen konkret und substantiiert darlegen (und im Bestreitensfall beweisen): \u00a0 Die tats\u00e4chliche Leistung der \u00dcberstunden (Umfang der Arbeitszeit) \u00a0 Der Arbeitnehmer muss darlegen, in welchem zeitlichen Umfang er die vertraglich vereinbarte Normalarbeitszeit \u00fcberschritten hat. Konkrete Aufstellung: Er muss f\u00fcr jeden einzelnen Tag vortragen, von wann bis wann er gearbeitet hat bzw. sich auf Weisung des Arbeitgebers zur Arbeit bereitgehalten hat. Pausen: Wenn er behauptet, w\u00e4hrend der gesamten Zeit durchgearbeitet zu haben (ohne Pausen), muss er erkl\u00e4ren, warum und wie sich die Arbeitsabl\u00e4ufe so gestaltet haben, dass die Inanspruchnahme von Pausen unm\u00f6glich war. Ein blo\u00df pauschaler Vortrag reicht hierf\u00fcr nicht aus. Mittel zur Darlegung: Der Arbeitnehmer kann sich z. B. auf eigene Aufzeichnungen, Auswertungssysteme des Arbeitgebers, Tourenpl\u00e4ne, E-Mail-Verl\u00e4ufe oder Dienstpl\u00e4ne st\u00fctzen. \u00a0 Die arbeitgeberseitige Veranlassung der \u00dcberstunden \u00a0 Arbeitgeber m\u00fcssen sich Mehrarbeit nicht aufdr\u00e4ngen lassen. Daher reicht es nicht aus, nur die reine Anwesenheit oder Stundenzahl nachzuweisen. Der Arbeitnehmer muss zus\u00e4tzlich darlegen, dass die \u00dcberstunden dem Arbeitgeber zuzurechnen sind. Dies gelingt durch den Nachweis einer der folgenden vier Kategorien: Anordnung: Wer (welcher Vorgesetzte) hat wann auf welche Weise wie viele \u00dcberstunden explizit angewiesen? Konkludente Anordnung \/ Betriebliche Notwendigkeit: Es wurden dem Arbeitnehmer Aufgaben in einem Umfang zugewiesen, der unter Aussch\u00f6pfung seiner pers\u00f6nlichen Leistungsf\u00e4higkeit innerhalb der normalen Arbeitszeit objektiv nicht zu schaffen war. Darlegungspflicht: Der Arbeitnehmer muss die konkreten Arbeitsabl\u00e4ufe, die Arbeitsmenge und den vorgegebenen Zeitrahmen im Detail beschreiben. Billigung \/ Genehmigung: Der Arbeitgeber hat im Nachhinein zu erkennen gegeben, mit den geleisteten \u00dcberstunden einverstanden zu sein (z. B. durch Abzeichnen von Stundenzetteln oder ausdr\u00fcckliche Best\u00e4tigung). Duldung: Der Arbeitgeber wusste von den konkret geleisteten \u00dcberstunden und hat sie wissentlich entgegengenommen, ohne einzuschreiten oder organisatorische Ma\u00dfnahmen zu deren Unterbindung zu ergreifen. Darlegungspflicht: Der Arbeitnehmer muss aufzeigen, wann und auf welche Weise der Arbeitgeber Kenntnis von den jeweiligen \u00dcberstunden erlangt hat. \u00a0 Was gilt hinsichtlich Zeiterfassung &amp; EuGH-Rechtsprechung? \u00a0 Zeiterfassungssysteme (Kommt-\/Geht-Zeiten): Die reine Aufzeichnung von Beginn und Ende der Arbeitszeit begr\u00fcndet f\u00fcr sich genommen keine Billigung oder Kenntnis des Arbeitgebers von \u00dcberstunden (insbesondere wenn Pausen im System nicht manuell erfasst werden k\u00f6nnen). Beweislast bleibt beim Arbeitnehmer: Auch nach der EuGH-Rechtsprechung zur Pflicht des Arbeitgebers zur Zeiterfassung (CCOO-Urteil) bleibt die Darlegungs- und Beweislast f\u00fcr die Veranlassung der \u00dcberstunden im Verg\u00fctungsprozess uneingeschr\u00e4nkt beim Arbeitnehmer. \u00a0 Prozessualer Ablauf (Abgestufte Darlegungslast) \u00a0 Stufe (Arbeitnehmer): Tr\u00e4gt der Arbeitnehmer die Tage, Uhrzeiten und den Grund\/die Veranlassung substantiiert vor, ist seine Klage schl\u00fcssig. Stufe (Arbeitgeber): Der Arbeitgeber muss nun konkret erwidern und darlegen, an welchen Tagen welche Arbeiten zugewiesen wurden und warum die vorgetragenen Zeiten nicht stimmen (z. B. Nachweis genommener Pausen oder Bestreiten der Notwendigkeit). Rechtsfolge bei fehlender Erwiderung: L\u00e4sst sich der Arbeitgeber nicht substantiiert ein, gelten die vom Arbeitnehmer vorgetragenen Arbeitsstunden gem\u00e4\u00df \u00a7 138 Abs. 3 ZPO als zugestanden.\" data-rvtts-voice=\"Deutsch Female\" data-rvtts-brand-url=\"https:\/\/responsivevoice.org\/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by\" data-rvtts-brand-label=\"Powered by ResponsiveVoice\"><svg class=\"rvtts-icon\" width=\"22\" height=\"22\" viewBox=\"0 0 22 22\" fill=\"currentColor\" aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z\"\/><\/svg><span class=\"responsivevoice-button__label\">Text anh\u00f6ren<\/span><\/button> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Damit ein Arbeitnehmer vor Gericht erfolgreich eine \u00dcberstundenverg\u00fctung einklagen kann, greift nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts <span style=\"color: #080060;\">(insb. <strong>BAG vom 04.05.2022 \u2013 5 AZR 359\/21<\/strong>)<\/span> das System der <span style=\"color: #080060;\"><strong>abgestuften Darlegungs- und Beweislast<\/strong>.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Arbeitnehmer muss auf der ersten Stufe im Prozess <span style=\"color: #080060;\"><strong>zwei wesentliche Voraussetzungen<\/strong><\/span> konkret und substantiiert darlegen (und im Bestreitensfall beweisen):<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #0500a8;\"> Die tats\u00e4chliche Leistung der \u00dcberstunden (Umfang der Arbeitszeit)<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Arbeitnehmer muss darlegen, in welchem zeitlichen Umfang er die vertraglich vereinbarte Normalarbeitszeit \u00fcberschritten hat.<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Konkrete Aufstellung:<\/strong><\/span> Er muss f\u00fcr jeden einzelnen Tag vortragen, von wann bis wann er gearbeitet hat bzw. sich auf Weisung des Arbeitgebers zur Arbeit bereitgehalten hat.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"color: #080060;\">Pausen<\/span>:<\/strong> Wenn er behauptet, w\u00e4hrend der gesamten Zeit durchgearbeitet zu haben (ohne Pausen), muss er erkl\u00e4ren, warum und wie sich die Arbeitsabl\u00e4ufe so gestaltet haben, dass die Inanspruchnahme von Pausen unm\u00f6glich war. Ein blo\u00df pauschaler Vortrag reicht hierf\u00fcr nicht aus.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Mittel zur Darlegung:<\/strong><\/span> Der Arbeitnehmer kann sich z. B. auf eigene Aufzeichnungen, Auswertungssysteme des Arbeitgebers, Tourenpl\u00e4ne, E-Mail-Verl\u00e4ufe oder Dienstpl\u00e4ne st\u00fctzen.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #0500a8;\"> Die arbeitgeberseitige Veranlassung der \u00dcberstunden<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Arbeitgeber m\u00fcssen sich Mehrarbeit nicht aufdr\u00e4ngen lassen. Daher reicht es nicht aus, nur die reine Anwesenheit oder Stundenzahl nachzuweisen. Der Arbeitnehmer muss zus\u00e4tzlich darlegen, dass die \u00dcberstunden dem Arbeitgeber zuzurechnen sind. Dies gelingt durch den Nachweis einer der folgenden <span style=\"color: #080060;\"><strong>vier Kategorien<\/strong>:<\/span><\/span><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>Anordnung:<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Wer (welcher Vorgesetzte) hat wann auf welche Weise wie viele \u00dcberstunden explizit angewiesen?<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>Konkludente Anordnung \/ Betriebliche Notwendigkeit:<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Es wurden dem Arbeitnehmer Aufgaben in einem Umfang zugewiesen, der unter Aussch\u00f6pfung seiner pers\u00f6nlichen Leistungsf\u00e4higkeit innerhalb der normalen Arbeitszeit objektiv nicht zu schaffen war.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Darlegungspflicht: Der Arbeitnehmer muss die konkreten Arbeitsabl\u00e4ufe, die Arbeitsmenge und den vorgegebenen Zeitrahmen im Detail beschreiben.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>Billigung \/ Genehmigung:<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Der Arbeitgeber hat im Nachhinein zu erkennen gegeben, mit den geleisteten \u00dcberstunden einverstanden zu sein (z. B. durch Abzeichnen von Stundenzetteln oder ausdr\u00fcckliche Best\u00e4tigung).<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>Duldung:<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Der Arbeitgeber wusste von den konkret geleisteten \u00dcberstunden und hat sie wissentlich entgegengenommen, ohne einzuschreiten oder organisatorische Ma\u00dfnahmen zu deren Unterbindung zu ergreifen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Darlegungspflicht: Der Arbeitnehmer muss aufzeigen, wann und auf welche Weise der Arbeitgeber Kenntnis von den jeweiligen \u00dcberstunden erlangt hat.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Was gilt hinsichtlich Zeiterfassung &amp; EuGH-Rechtsprechung?<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Zeiterfassungssysteme (Kommt-\/Geht-Zeiten):<\/strong><\/span> Die reine Aufzeichnung von Beginn und Ende der Arbeitszeit begr\u00fcndet f\u00fcr sich genommen <span style=\"color: #080060;\"><strong>keine<\/strong> <\/span>Billigung oder Kenntnis des Arbeitgebers von \u00dcberstunden (insbesondere wenn Pausen im System nicht manuell erfasst werden k\u00f6nnen).<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Beweislast bleibt beim Arbeitnehmer:<\/strong> <\/span>Auch nach der EuGH-Rechtsprechung zur Pflicht des Arbeitgebers zur Zeiterfassung (CCOO-Urteil) bleibt die Darlegungs- und Beweislast f\u00fcr die Veranlassung der \u00dcberstunden im Verg\u00fctungsprozess uneingeschr\u00e4nkt beim Arbeitnehmer.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Prozessualer Ablauf (Abgestufte Darlegungslast)<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Stufe (Arbeitnehmer):<\/strong><\/span> Tr\u00e4gt der Arbeitnehmer die Tage, Uhrzeiten und den Grund\/die Veranlassung substantiiert vor, ist seine Klage schl\u00fcssig.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Stufe (Arbeitgeber):<\/strong> <\/span>Der Arbeitgeber muss nun konkret erwidern und darlegen, an welchen Tagen welche Arbeiten zugewiesen wurden und warum die vorgetragenen Zeiten nicht stimmen (z. B. Nachweis genommener Pausen oder Bestreiten der Notwendigkeit).<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Rechtsfolge bei fehlender Erwiderung:<\/strong><\/span> L\u00e4sst sich der Arbeitgeber nicht substantiiert ein, gelten die vom Arbeitnehmer vorgetragenen Arbeitsstunden gem\u00e4\u00df \u00a7 138 Abs. 3 ZPO als zugestanden.<span style=\"color: #080060;\"><strong><\/strong><\/span><\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Welche Regelungen zu \u00dcberstunden k\u00f6nnen bei der Geltendmachung des Anpruchs wichtig werden?<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000000;\"><button class=\"responsivevoice-button\" type=\"button\" title=\"ResponsiveVoice Tap to Start\/Stop Speech\" data-rvtts-action=\"speak\" data-rvtts-text=\"Bei der rechtlichen Beurteilung und Gestaltung von \u00dcberstunden kommen neben der Rechtsprechung zur Darlegungs- und Beweislast (wie im BAG-Urteil vom 04.05.2022) verschiedene gesetzliche, kollektivrechtliche und vertragliche Regelungen zum Tragen. Die wichtigsten rechtlichen Stellschrauben lassen sich in folgende Bereiche gliedern: \u00a0 Gesetzliche Rahmenbedingungen (Arbeitsschutz &amp; BGB) \u00a0 Arbeitszeitgesetz (ArbZG): H\u00f6chstarbeitszeiten (\u00a7 3 ArbZG): Die werkt\u00e4gliche Arbeitszeit darf 8 Stunden grunds\u00e4tzlich nicht \u00fcberschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden verl\u00e4ngert werden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werkt\u00e4glich nicht \u00fcberschritten werden. Ruhezeiten &amp; Pausen (\u00a7\u00a7 4, 5 ArbZG): Nach Beendigung der t\u00e4glichen Arbeitszeit muss eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden eingehalten werden. Bei einer Arbeitszeit von 6 bis 9 Stunden sind mindestens 30 Minuten Ruhepause vorzusehen, bei mehr als 9 Stunden 45 Minuten. Aufzeichnungspflicht (\u00a7 16 Abs. 2 ArbZG): Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die \u00fcber die werkt\u00e4gliche Arbeitszeit (8 Stunden) hinausgehende Arbeitszeit der Arbeitnehmer aufzuzeichnen und die Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre aufzubewahren. B\u00fcrgerliches Gesetzbuch (BGB): Verg\u00fctungspflicht (\u00a7 612 Abs. 1 BGB): Eine Verg\u00fctung von \u00dcberstunden gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Arbeitsleistung den Umst\u00e4nden nach nur gegen eine Verg\u00fctung zu erwarten ist. Weisungsrecht (\u00a7 106 GewO \/ \u00a7 611a BGB): Eine Pflicht des Arbeitnehmers zur Leistung von \u00dcberstunden besteht grunds\u00e4tzlich nur, wenn dies im Arbeitsvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder im Tarifvertrag wirksam vereinbart wurde (Ausnahme: unvorhersehbare Notf\u00e4lle\/Kalamit\u00e4ten). \u00a0 Arbeitsvertragliche Regelungen &amp; Ausschlussfristen \u00a0 Pauschalabgeltungsklauseln: Regelungen im Arbeitsvertrag, wonach \u00dcberstunden \u201emit dem Gehalt abgegolten\u201c sind, sind nach AGB-Recht (\u00a7 307 BGB) nur dann wirksam, wenn die Anzahl der abgegoltenen Stunden konkret beziffert ist (z. B. \u201eBis zu 10 \u00dcberstunden pro Monat sind mit der monatlichen Verg\u00fctung abgegolten\u201c). Pauschale Komplettabgeltungen sind bei Arbeitnehmern unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze unwirksam. Ausschlussfristen (Verfallfristen): Arbeits- oder tarifvertragliche Verfallklauseln verpflichten den Arbeitnehmer, Anspr\u00fcche auf \u00dcberstundenverg\u00fctung innerhalb bestimmter Fristen (oft 3 Monate nach F\u00e4lligkeit) schriftlich geltend zu machen. Wird die Frist vers\u00e4umt, erlischt der Anspruch unwiederbringlich. F\u00e4lligkeit &amp; Verg\u00fctungsform: Im Vertrage sollte geregelt sein, ob \u00dcberstunden finanziell ausgezahlt oder durch Freizeitausgleich (Arbeitszeitkonto) abgegolten werden. \u00a0 Kollektivrechtliche Regelungen (Betriebsrat &amp; Tarifvertrag) \u00a0 Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats (\u00a7 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG): Die vor\u00fcbergehende Verl\u00e4ngerung oder Verk\u00fcrzung der betriebs\u00fcblichen Arbeitszeit (also die Anordnung von \u00dcberstunden) unterliegt der zwingenden Mitbestimmung des Betriebsrats. Ordnet der Arbeitgeber \u00dcberstunden ohne Zustimmung des Betriebsrats an, ist die Anordnung gegen\u00fcber dem Arbeitnehmer rechtswidrig (der Verg\u00fctungsanspruch geleisteter Arbeit bleibt davon jedoch unber\u00fchrt). Tarifvertr\u00e4ge: Tarifvertr\u00e4ge enthalten h\u00e4ufig spezifische Definitionen von Mehrarbeit, Regelungen zu \u00dcberstundenzuschl\u00e4gen (z. B. 25 % Aufschlag) sowie Fristen f\u00fcr die Geltendmachung oder Abwicklung \u00fcber Arbeitszeitkonten. \u00a0 Besonderer Personenkreis \u00a0 Jugendliche (JArbSchG): \u00dcberstunden sind f\u00fcr Jugendliche nach \u00a7 8 JArbSchG grunds\u00e4tzlich unzul\u00e4ssig (H\u00f6chstarbeitszeit 8 Stunden t\u00e4glich \/ 40 Stunden w\u00f6chentlich). Schwangere und Stillende (MuSchG): Nach \u00a7 4 MuSchG d\u00fcrfen schwangere oder stillende Frauen keine Mehrarbeit leisten (H\u00f6chstgrenze i. d. R. 8,5 Stunden t\u00e4glich bzw. 90 Stunden in der Doppelwoche). Schwerbehinderte Menschen (\u00a7 207 SGB IX): Schwerbehinderte Menschen werden auf ihr Verlangen hin von Mehrarbeit freigestellt.\" data-rvtts-voice=\"Deutsch Female\" data-rvtts-brand-url=\"https:\/\/responsivevoice.org\/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by\" data-rvtts-brand-label=\"Powered by ResponsiveVoice\"><svg class=\"rvtts-icon\" width=\"22\" height=\"22\" viewBox=\"0 0 22 22\" fill=\"currentColor\" aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z\"\/><\/svg><span class=\"responsivevoice-button__label\">Text anh\u00f6ren<\/span><\/button> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Bei der rechtlichen Beurteilung und Gestaltung von \u00dcberstunden kommen neben der Rechtsprechung zur Darlegungs- und Beweislast (wie im BAG-Urteil vom 04.05.2022) verschiedene gesetzliche, kollektivrechtliche und vertragliche Regelungen zum Tragen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die wichtigsten rechtlichen Stellschrauben lassen sich in folgende Bereiche gliedern:<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #0500a8;\"> Gesetzliche Rahmenbedingungen (Arbeitsschutz &amp; BGB)<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>Arbeitszeitgesetz (ArbZG):<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>H\u00f6chstarbeitszeiten (\u00a7 3 ArbZG):<\/strong><\/span> Die werkt\u00e4gliche Arbeitszeit darf 8 Stunden grunds\u00e4tzlich nicht \u00fcberschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden verl\u00e4ngert werden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werkt\u00e4glich nicht \u00fcberschritten werden.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Ruhezeiten &amp; Pausen (\u00a7\u00a7 4, 5 ArbZG):<\/strong><\/span> Nach Beendigung der t\u00e4glichen Arbeitszeit muss eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden eingehalten werden. Bei einer Arbeitszeit von 6 bis 9 Stunden sind mindestens 30 Minuten Ruhepause vorzusehen, bei mehr als 9 Stunden 45 Minuten.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Aufzeichnungspflicht (\u00a7 16 Abs. 2 ArbZG):<\/strong><\/span> Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die \u00fcber die werkt\u00e4gliche Arbeitszeit (8 Stunden) hinausgehende Arbeitszeit der Arbeitnehmer aufzuzeichnen und die Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre aufzubewahren.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>B\u00fcrgerliches Gesetzbuch (BGB):<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Verg\u00fctungspflicht (\u00a7 612 Abs. 1 BGB):<\/strong><\/span> Eine Verg\u00fctung von \u00dcberstunden gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Arbeitsleistung den Umst\u00e4nden nach nur gegen eine Verg\u00fctung zu erwarten ist.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><strong>Weisungsrecht (\u00a7 106 GewO \/ \u00a7 611a BGB):<\/strong> Eine Pflicht des Arbeitnehmers zur Leistung von \u00dcberstunden besteht grunds\u00e4tzlich nur, wenn dies im Arbeitsvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder im Tarifvertrag wirksam vereinbart wurde (Ausnahme: unvorhersehbare Notf\u00e4lle\/Kalamit\u00e4ten).<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #0500a8;\"> Arbeitsvertragliche Regelungen &amp; Ausschlussfristen<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>Pauschalabgeltungsklauseln:<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Regelungen im Arbeitsvertrag, wonach \u00dcberstunden \u201emit dem Gehalt abgegolten\u201c sind, sind nach AGB-Recht (\u00a7 307 BGB) nur dann wirksam, wenn die Anzahl der abgegoltenen Stunden <span style=\"color: #080060;\"><strong>konkret beziffert<\/strong><\/span> ist (z. B. \u201eBis zu 10 \u00dcberstunden pro Monat sind mit der monatlichen Verg\u00fctung abgegolten\u201c). Pauschale Komplettabgeltungen sind bei Arbeitnehmern unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze unwirksam.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>Ausschlussfristen (Verfallfristen):<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Arbeits- oder tarifvertragliche Verfallklauseln verpflichten den Arbeitnehmer, Anspr\u00fcche auf \u00dcberstundenverg\u00fctung innerhalb bestimmter Fristen (oft 3 Monate nach F\u00e4lligkeit) schriftlich geltend zu machen. Wird die Frist vers\u00e4umt, erlischt der Anspruch unwiederbringlich.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>F\u00e4lligkeit &amp; Verg\u00fctungsform:<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Im Vertrage sollte geregelt sein, ob \u00dcberstunden finanziell ausgezahlt oder durch Freizeitausgleich (Arbeitszeitkonto) abgegolten werden.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #0500a8;\"> Kollektivrechtliche Regelungen (Betriebsrat &amp; Tarifvertrag)<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats (\u00a7 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG):<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Die vor\u00fcbergehende Verl\u00e4ngerung oder Verk\u00fcrzung der betriebs\u00fcblichen Arbeitszeit (also die Anordnung von \u00dcberstunden) unterliegt der <span style=\"color: #080060;\"><strong>zwingenden Mitbestimmung des Betriebsrats<\/strong>.<\/span> Ordnet der Arbeitgeber \u00dcberstunden ohne Zustimmung des Betriebsrats an, ist die Anordnung gegen\u00fcber dem Arbeitnehmer rechtswidrig (der Verg\u00fctungsanspruch geleisteter Arbeit bleibt davon jedoch unber\u00fchrt).<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><span style=\"color: #080060;\"><strong>Tarifvertr\u00e4ge:<\/strong><\/span>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Tarifvertr\u00e4ge enthalten h\u00e4ufig spezifische Definitionen von Mehrarbeit, Regelungen zu \u00dcberstundenzuschl\u00e4gen (z. B. 25 % Aufschlag) sowie Fristen f\u00fcr die Geltendmachung oder Abwicklung \u00fcber Arbeitszeitkonten.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #0500a8;\"> Besonderer Personenkreis<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Jugendliche (JArbSchG):<\/strong><\/span> \u00dcberstunden sind f\u00fcr Jugendliche nach \u00a7 8 JArbSchG grunds\u00e4tzlich unzul\u00e4ssig (H\u00f6chstarbeitszeit 8 Stunden t\u00e4glich \/ 40 Stunden w\u00f6chentlich).<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Schwangere und Stillende (MuSchG):<\/strong><\/span> Nach \u00a7 4 MuSchG d\u00fcrfen schwangere oder stillende Frauen keine Mehrarbeit leisten (H\u00f6chstgrenze i. d. R. 8,5 Stunden t\u00e4glich bzw. 90 Stunden in der Doppelwoche).<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Schwerbehinderte Menschen (\u00a7 207 SGB IX):<\/strong><\/span> Schwerbehinderte Menschen werden auf ihr Verlangen hin von Mehrarbeit freigestellt.<span style=\"color: #080060;\"><strong><\/strong><\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Sind Vereinbarungen im Arbeitsvertrag wichtig?<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000000;\"><button class=\"responsivevoice-button\" type=\"button\" title=\"ResponsiveVoice Tap to Start\/Stop Speech\" data-rvtts-action=\"speak\" data-rvtts-text=\"Arbeitsvertragliche Regelungen spielen bei der rechtlichen Bewertung von \u00dcberstunden eine zentrale Rolle, da sie das Fundament bilden f\u00fcr die Frage, ob \u00dcberstunden \u00fcberhaupt verlangt werden d\u00fcrfen, wie sie verg\u00fctet werden und wann entsprechende Anspr\u00fcche verfallen. In der Praxis stellen sich dabei vor allem die folgenden vertraglichen Stellschrauben als entscheidend heraus: \u00a0 Die Pflicht zur Erbringung von \u00dcberstunden (Anordnungsbefugnis) \u00a0 Grunds\u00e4tzlich schuldet der Arbeitnehmer nur die vertraglich vereinbarte Normalarbeitszeit. Der Arbeitgeber kann \u00dcberstunden nicht einseitig kraft seines allgemeinen Direktionsrechts (\u00a7 106 GewO) verlangen, es sei denn, es liegt ein akuter, unvorhersehbarer Notfall vor (z. B. \u00dcberschwemmung im Betrieb). Erforderlichkeit einer Vertragsklausel: Damit der Arbeitgeber rechtssicher \u00dcberstunden anordnen kann, muss im Arbeitsvertrag eine ausdr\u00fcckliche Vorbehalts- oder Verpflichtungsklausel enthalten sein (z. B. \u201eDer Arbeitnehmer verpflichtet sich, bei betrieblicher Notwendigkeit im gesetzlich zul\u00e4ssigen Rahmen \u00dcberstunden zu leisten\u201c). Transparenzgebot: Die Klausel darf nicht v\u00f6llig schrankenlos formuliert sein, sondern muss erkennen lassen, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Rahmen Mehrarbeit anfallen kann. \u00a0 Pauschale Abgeltungsklauseln (Klauselkontrolle nach \u00a7 307 BGB) \u00a0 Oft findet sich in Arbeitsvertr\u00e4gen der Passus: \u201eEtwaige \u00dcberstunden sind mit dem monatlichen Grundgehalt abgegolten.\u201c Solche Klauseln unterliegen als Allgemeine Gesch\u00e4ftsbedingungen (AGB) einer strengen Inhaltskontrolle: Unwirksamkeit pauschaler Klauseln: Eine Klausel, die alle anfallenden \u00dcberstunden ohne betragliche oder zeitliche Begrenzung pauschal abgelten will, ist wegen Versto\u00dfes gegen das Transparenzgebot (\u00a7 307 Abs. 1 Satz 2 BGB) unwirksam. Die Folge: Die \u00dcberstunden m\u00fcssen nach \u00a7 612 Abs. 1 BGB gesondert verg\u00fctet werden. Wirksamkeit transparenter Deckelungen: Wirksam sind Abgeltungsklauseln nur dann, wenn das maximale Ausma\u00df der pauschal abgegoltenen \u00dcberstunden konkret beziffert ist (z. B. \u201eBis zu 10 \u00dcberstunden pro Monat sind mit der monatlichen Verg\u00fctung abgegolten\u201c). Das Transparenzgebot verlangt, dass der Arbeitnehmer bei Vertragsschluss genau wei\u00df, was auf ihn zukommt. Ausnahme f\u00fcr Besserverdienende: Die Rechtssprechung des BAG wendet das Transparenzgebot bei der Abgeltung von \u00dcberstunden lockerer an, wenn das Gehalt des Arbeitnehmers die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung \u00fcberschreitet oder herausgehobene Dienste (z. B. leitende Angestellte, Chef\u00e4rzte) erbracht werden. Hier wird eine Verg\u00fctungserwartung f\u00fcr Mehrarbeit nicht automatisch vermutet. \u00a0 Verg\u00fctungsform (Auszahlung vs. Freizeitausgleich) \u00a0 Ohne ausdr\u00fcckliche vertragliche oder kollektivrechtliche Regelung hat der Arbeitnehmer bei geschuldeten \u00dcberstunden einen prim\u00e4ren Anspruch auf finanzielle Verg\u00fctung (\u00a7 612 BGB). Arbeitszeitkonto &amp; Freizeitausgleich: Soll der Arbeitgeber das Recht haben, \u00dcberstunden stattdessen durch bezahlte Freistellung (Freizeitausgleich) abzugelten, muss dies im Arbeitsvertrag (oder einer Betriebsvereinbarung) ausdr\u00fccklich vereinbart sein. \u00dcberstundenzuschl\u00e4ge: Einen gesetzlichen Anspruch auf \u00dcberstundenzuschl\u00e4ge (z. B. 25 % Aufschlag) gibt es im BGB nicht \u2013 ein solcher entsteht nur, wenn er im Arbeitsvertrag oder im anwendbaren Tarifvertrag ausdr\u00fccklich festgelegt ist. \u00a0 Ausschlussfristen (Verfallklauseln) \u00a0 Ausschlussfristen sind in der Praxis der h\u00e4ufigste Grund f\u00fcr das Scheitern von \u00dcberstundenklagen. Mechanismus: Arbeitsvertr\u00e4ge enthalten fast immer zweistufige Verfallklauseln. Diese verpflichten den Arbeitnehmer, Anspr\u00fcche auf \u00dcberstundenverg\u00fctung innerhalb einer bestimmten Frist (oft 3 Monate nach F\u00e4lligkeit) schriftlich gegen\u00fcber dem Arbeitgeber geltend zu machen und bei Ablehnung innerhalb einer weiteren Frist (meist erneut 3 Monate) einzuklagen. Folge der Vers\u00e4umung: L\u00e4sst der Arbeitnehmer diese Frist verstreichen, erlischt der Zahlungsanspruch ersatzlos \u2013 selbst wenn die \u00dcberstunden tats\u00e4chlich geleistet wurden und vom Arbeitgeber angeordnet waren. Wirksamkeitsgrenzen: Eine arbeitsvertragliche Ausschlussfrist ist nur wirksam, wenn sie dem Arbeitnehmer mindestens 3 Monate Zeit f\u00fcr die erstmalige schriftliche Geltendmachung einr\u00e4umt (\u00a7 307 BGB). K\u00fcrzere Fristen sind unwirksam. Zudem darf der gesetzliche Mindestlohn nicht von der Ausschlussfrist erfasst werden.\" data-rvtts-voice=\"Deutsch Female\" data-rvtts-brand-url=\"https:\/\/responsivevoice.org\/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by\" data-rvtts-brand-label=\"Powered by ResponsiveVoice\"><svg class=\"rvtts-icon\" width=\"22\" height=\"22\" viewBox=\"0 0 22 22\" fill=\"currentColor\" aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z\"\/><\/svg><span class=\"responsivevoice-button__label\">Text anh\u00f6ren<\/span><\/button> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Arbeitsvertragliche Regelungen spielen bei der rechtlichen Bewertung von \u00dcberstunden eine zentrale Rolle, da sie das Fundament bilden f\u00fcr die Frage, <span style=\"color: #080060;\"><strong>ob<\/strong><\/span> \u00dcberstunden \u00fcberhaupt verlangt werden d\u00fcrfen, <span style=\"color: #080060;\"><strong>wie<\/strong><\/span> sie verg\u00fctet werden und <span style=\"color: #080060;\"><strong>wann<\/strong><\/span> entsprechende Anspr\u00fcche verfallen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In der Praxis stellen sich dabei vor allem die folgenden vertraglichen Stellschrauben als entscheidend heraus:<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #0500a8;\"> Die Pflicht zur Erbringung von \u00dcberstunden (Anordnungsbefugnis)<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Grunds\u00e4tzlich schuldet der Arbeitnehmer nur die vertraglich vereinbarte Normalarbeitszeit. Der Arbeitgeber kann \u00dcberstunden <span style=\"color: #080060;\"><strong>nicht einseitig kraft seines allgemeinen Direktionsrechts (\u00a7 106 GewO) verlangen<\/strong>,<\/span> es sei denn, es liegt ein akuter, unvorhersehbarer Notfall vor (z. B. \u00dcberschwemmung im Betrieb).<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Erforderlichkeit einer Vertragsklausel:<\/strong><\/span> Damit der Arbeitgeber rechtssicher \u00dcberstunden anordnen kann, muss im Arbeitsvertrag eine ausdr\u00fcckliche Vorbehalts- oder Verpflichtungsklausel enthalten sein (z. B. &#8222;Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, bei betrieblicher Notwendigkeit im gesetzlich zul\u00e4ssigen Rahmen \u00dcberstunden zu leisten&#8220;).<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Transparenzgebot:<\/strong><\/span> Die Klausel darf nicht v\u00f6llig schrankenlos formuliert sein, sondern muss erkennen lassen, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Rahmen Mehrarbeit anfallen kann.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #0500a8;\"> Pauschale Abgeltungsklauseln (Klauselkontrolle nach \u00a7 307 BGB)<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Oft findet sich in Arbeitsvertr\u00e4gen der Passus: &#8222;Etwaige \u00dcberstunden sind mit dem monatlichen Grundgehalt abgegolten.&#8220; Solche Klauseln unterliegen als Allgemeine Gesch\u00e4ftsbedingungen (AGB) einer strengen Inhaltskontrolle:<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Unwirksamkeit pauschaler Klauseln:<\/strong><\/span> Eine Klausel, die <span style=\"color: #080060;\"><strong>alle<\/strong><\/span> anfallenden \u00dcberstunden ohne betragliche oder zeitliche Begrenzung pauschal abgelten will, ist wegen Versto\u00dfes gegen das Transparenzgebot (\u00a7 307 Abs. 1 Satz 2 BGB)<span style=\"color: #080060;\"> <strong>unwirksam<\/strong>.<\/span> Die Folge: Die \u00dcberstunden m\u00fcssen nach \u00a7 612 Abs. 1 BGB gesondert verg\u00fctet werden.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Wirksamkeit transparenter Deckelungen:<\/strong><\/span> Wirksam sind Abgeltungsklauseln nur dann, wenn das maximale Ausma\u00df der pauschal abgegoltenen \u00dcberstunden <span style=\"color: #080060;\"><strong>konkret beziffert<\/strong><\/span> ist (z. B. &#8222;Bis zu 10 \u00dcberstunden pro Monat sind mit der monatlichen Verg\u00fctung abgegolten&#8220;). Das Transparenzgebot verlangt, dass der Arbeitnehmer bei Vertragsschluss genau wei\u00df, was auf ihn zukommt.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Ausnahme f\u00fcr Besserverdienende:<\/strong><\/span> Die Rechtssprechung des BAG wendet das Transparenzgebot bei der Abgeltung von \u00dcberstunden lockerer an, wenn das Gehalt des Arbeitnehmers die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung \u00fcberschreitet oder herausgehobene Dienste (z. B. leitende Angestellte, Chef\u00e4rzte) erbracht werden. Hier wird eine Verg\u00fctungserwartung f\u00fcr Mehrarbeit nicht automatisch vermutet.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #0500a8;\">Verg\u00fctungsform (Auszahlung vs. Freizeitausgleich)<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ohne ausdr\u00fcckliche vertragliche oder kollektivrechtliche Regelung hat der Arbeitnehmer bei geschuldeten \u00dcberstunden einen prim\u00e4ren Anspruch auf <span style=\"color: #080060;\"><strong>finanzielle Verg\u00fctung<\/strong><\/span> (\u00a7 612 BGB).<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Arbeitszeitkonto &amp; Freizeitausgleich:<\/strong><\/span> Soll der Arbeitgeber das Recht haben, \u00dcberstunden stattdessen durch bezahlte Freistellung (Freizeitausgleich) abzugelten, muss dies im Arbeitsvertrag (oder einer Betriebsvereinbarung) ausdr\u00fccklich vereinbart sein.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>\u00dcberstundenzuschl\u00e4ge:<\/strong> <\/span>Einen gesetzlichen Anspruch auf \u00dcberstundenzuschl\u00e4ge (z. B. 25 % Aufschlag) gibt es im BGB nicht \u2013 ein solcher entsteht nur, wenn er im Arbeitsvertrag oder im anwendbaren Tarifvertrag ausdr\u00fccklich festgelegt ist.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #0500a8;\"> Ausschlussfristen (Verfallklauseln)<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ausschlussfristen sind in der Praxis der <span style=\"color: #080060;\"><strong>h\u00e4ufigste Grund f\u00fcr das Scheitern von \u00dcberstundenklagen<\/strong>.<\/span><\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Mechanismus:<\/strong> <\/span>Arbeitsvertr\u00e4ge enthalten fast immer zweistufige Verfallklauseln. Diese verpflichten den Arbeitnehmer, Anspr\u00fcche auf \u00dcberstundenverg\u00fctung innerhalb einer bestimmten Frist (oft 3 Monate nach F\u00e4lligkeit) schriftlich gegen\u00fcber dem Arbeitgeber geltend zu machen und bei Ablehnung innerhalb einer weiteren Frist (meist erneut 3 Monate) einzuklagen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Folge der Vers\u00e4umung:<\/strong><\/span> L\u00e4sst der Arbeitnehmer diese Frist verstreichen, erlischt der Zahlungsanspruch ersatzlos \u2013 selbst wenn die \u00dcberstunden tats\u00e4chlich geleistet wurden und vom Arbeitgeber angeordnet waren.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Wirksamkeitsgrenzen:<\/strong><\/span> Eine arbeitsvertragliche Ausschlussfrist ist nur wirksam, wenn sie dem Arbeitnehmer mindestens <span style=\"color: #080060;\"><strong>3 Monate Zeit<\/strong><\/span> f\u00fcr die erstmalige schriftliche Geltendmachung einr\u00e4umt (\u00a7 307 BGB). K\u00fcrzere Fristen sind unwirksam. Zudem darf der gesetzliche Mindestlohn nicht von der Ausschlussfrist erfasst werden.<span style=\"color: #080060;\"><strong><\/strong><\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Welche Rechtsfolge hat der Umstand, dass im Arbeitsvertrag keine Pflicht zur Erbringung von \u00dcbersunden erfasst ist?<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000000;\"><button class=\"responsivevoice-button\" type=\"button\" title=\"ResponsiveVoice Tap to Start\/Stop Speech\" data-rvtts-action=\"speak\" data-rvtts-text=\"Wenn im Arbeitsvertrag keine Verpflichtung zur Leistung von \u00dcberstunden vereinbart ist (oder dies im Vertrag sogar explizit ausgeschlossen wurde), hat das gravierende rechtliche Konsequenzen f\u00fcr beide Seiten. Es gelten in diesem Fall folgende Grunds\u00e4tze: \u00a0 Kein Weisungsrecht des Arbeitgebers (Verweigerungsrecht) \u00a0 Der Arbeitgeber hat kein Recht, einseitig \u00dcberstunden anzuordnen. Sein allgemeines Direktionsrecht (\u00a7 106 GewO) reicht hierf\u00fcr rechtlich nicht aus. Recht zur Arbeitsverweigerung: Ordnet der Arbeitgeber dennoch \u00dcberstunden an, darf der Arbeitnehmer die Leistung dieser Mehrarbeit befehlsverweigernd ablehnen, ohne Konsequenzen bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen. Keine Abmahnung oder K\u00fcndigung: Eine Abmahnung oder gar k\u00fcndigungsrelevante Pflichtverletzung liegt bei einer Verweigerung nicht vor, da die Pflicht zur Mehrarbeit mangels vertraglicher Grundlage schlicht nicht existiert. Ausnahme (Notf\u00e4lle &amp; Kalamit\u00e4ten): Nur in extremen, unvorhersehbaren Ausnahmesituationen (z. B. Naturkatastrophen, \u00dcberschwemmung im Betrieb, akute Existenzgef\u00e4hrdung des Unternehmens) trifft den Arbeitnehmer aus der allgemeinen treuevertraglichen Nebenpflicht (\u00a7 242 BGB) eine Pflicht zur \u00dcberstundenleistung. Normale personelle Engp\u00e4sse, hoher Krankenstand oder ungeplante Auftragsspitzen reichen als Notfall ausdr\u00fccklich nicht aus. \u00a0 Freiwillige \u00dcbernahme &amp; Verg\u00fctungsanspruch \u00a0 Dass keine Verpflichtung besteht, bedeutet nicht, dass \u00dcberstunden rechtlich unm\u00f6glich sind. Sie k\u00f6nnen auf freiwilliger Basis geleistet werden \u2013 verlangen aber weiterhin eine arbeitgeberseitige Veranlassung. Einvernehmliche Vereinbarung: Arbeitgeber und Arbeitnehmer k\u00f6nnen sich jederzeit spontan darauf einigen, dass \u00dcberstunden geleistet werden (z. B. \u201eK\u00f6nnen Sie heute bitte 2 Stunden l\u00e4nger bleiben?\u201c \u2013 \u201eJa, mache ich freiwillig.\u201c). Verg\u00fctungspflicht (\u00a7 612 Abs. 1 BGB): Werden solche freiwillig vereinbarten oder vom Arbeitgeber angeordneten\/geduldeten \u00dcberstunden geleistet, m\u00fcssen sie nach den allgemeinen Regeln vollst\u00e4ndig verg\u00fctet werden. Eigenm\u00e4chtige \u00dcberstunden: Arbeitnehmer d\u00fcrfen sich nicht ohne Absprache selbst Arbeit \u201egeben\u201c. Leistet der Arbeitnehmer rein eigenm\u00e4chtig \u00dcberstunden, ohne dass der Arbeitgeber diese angeordnet, gebilligt, geduldet hat oder sie betrieblich notwendig waren, besteht kein Verg\u00fctungsanspruch (siehe BAG-Urteil vom 04.05.2022 \u2013 5 AZR 359\/21). \u00a0 Sonderfall: Rolle des Betriebsrats \u00a0 Gibt es im Betrieb einen Betriebsrat, hat dieser nach \u00a7 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG ein zwingendes Mitbestimmungsrecht bei der Anordnung von \u00dcberstunden. Selbst wenn der Arbeitnehmer im Einzelfall freiwillig bereit w\u00e4re, \u00dcberstunden zu leisten, darf der Arbeitgeber diese ohne die vorherige Zustimmung des Betriebsrats grunds\u00e4tzlich nicht entgegennehmen oder anordnen.\" data-rvtts-voice=\"Deutsch Female\" data-rvtts-brand-url=\"https:\/\/responsivevoice.org\/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by\" data-rvtts-brand-label=\"Powered by ResponsiveVoice\"><svg class=\"rvtts-icon\" width=\"22\" height=\"22\" viewBox=\"0 0 22 22\" fill=\"currentColor\" aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z\"\/><\/svg><span class=\"responsivevoice-button__label\">Text anh\u00f6ren<\/span><\/button> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Wenn im Arbeitsvertrag <span style=\"color: #080060;\"><strong>keine Verpflichtung<\/strong><\/span> zur Leistung von \u00dcberstunden vereinbart ist (oder dies im Vertrag sogar explizit ausgeschlossen wurde), hat das gravierende rechtliche Konsequenzen f\u00fcr beide Seiten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Es gelten in diesem Fall folgende Grunds\u00e4tze:<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Kein Weisungsrecht des Arbeitgebers (Verweigerungsrecht)<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Arbeitgeber hat <span style=\"color: #080060;\"><strong>kein Recht<\/strong><\/span>, einseitig \u00dcberstunden anzuordnen. Sein allgemeines Direktionsrecht (\u00a7 106 GewO) reicht hierf\u00fcr rechtlich nicht aus.<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><strong><span style=\"color: #080060;\">Recht zur Arbeitsverweigerung<\/span>:<\/strong> Ordnet der Arbeitgeber dennoch \u00dcberstunden an, darf der Arbeitnehmer die Leistung dieser Mehrarbeit <span style=\"color: #080060;\"><strong>befehlsverweigernd ablehnen<\/strong><\/span>, ohne Konsequenzen bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Keine Abmahnung oder K\u00fcndigung:<\/strong> <\/span>Eine Abmahnung oder gar k\u00fcndigungsrelevante Pflichtverletzung liegt bei einer Verweigerung nicht vor, da die Pflicht zur Mehrarbeit mangels vertraglicher Grundlage schlicht nicht existiert.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Ausnahme (Notf\u00e4lle &amp; Kalamit\u00e4ten):<\/strong><\/span><em> Nur in extremen, unvorhersehbaren Ausnahmesituationen (z. B. Naturkatastrophen, \u00dcberschwemmung im Betrieb, akute Existenzgef\u00e4hrdung des Unternehmens) trifft den Arbeitnehmer aus der allgemeinen treuevertraglichen Nebenpflicht (\u00a7 242 BGB) eine Pflicht zur \u00dcberstundenleistung. Normale personelle Engp\u00e4sse, hoher Krankenstand oder ungeplante Auftragsspitzen reichen als Notfall ausdr\u00fccklich <\/em><span style=\"color: #080060;\"><strong>nicht<\/strong><\/span><em> aus.<\/em><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Freiwillige \u00dcbernahme &amp; Verg\u00fctungsanspruch<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Dass keine Verpflichtung besteht, bedeutet nicht, dass \u00dcberstunden rechtlich unm\u00f6glich sind. Sie k\u00f6nnen auf <span style=\"color: #080060;\"><strong>freiwilliger Basis<\/strong><\/span> geleistet werden \u2013 verlangen aber weiterhin eine arbeitgeberseitige Veranlassung.<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Einvernehmliche Vereinbarung:<\/strong><\/span> Arbeitgeber und Arbeitnehmer k\u00f6nnen sich jederzeit spontan darauf einigen, dass \u00dcberstunden geleistet werden (z. B. &#8222;K\u00f6nnen Sie heute bitte 2 Stunden l\u00e4nger bleiben?&#8220; \u2013 &#8222;Ja, mache ich freiwillig.&#8220;).<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Verg\u00fctungspflicht (\u00a7 612 Abs. 1 BGB):<\/strong><\/span> Werden solche freiwillig vereinbarten oder vom Arbeitgeber angeordneten\/geduldeten \u00dcberstunden geleistet, m\u00fcssen sie nach den allgemeinen Regeln <span style=\"color: #080060;\"><strong>vollst\u00e4ndig verg\u00fctet<\/strong> <\/span>werden.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Eigenm\u00e4chtige \u00dcberstunden:<\/strong><\/span> Arbeitnehmer d\u00fcrfen sich nicht ohne Absprache selbst Arbeit \u201egeben\u201c. Leistet der Arbeitnehmer rein eigenm\u00e4chtig \u00dcberstunden, ohne dass der Arbeitgeber diese angeordnet, gebilligt, geduldet hat oder sie betrieblich notwendig waren, besteht<span style=\"color: #080060;\"> <strong>kein Verg\u00fctungsanspruch<\/strong> <\/span>(siehe BAG-Urteil vom 04.05.2022 \u2013 5 AZR 359\/21).<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Sonderfall: Rolle des Betriebsrats<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Gibt es im Betrieb einen Betriebsrat, hat dieser nach<span style=\"color: #080060;\"> <strong>\u00a7 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG<\/strong> <\/span>ein zwingendes Mitbestimmungsrecht bei der Anordnung von \u00dcberstunden.<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\">Selbst wenn der Arbeitnehmer im Einzelfall freiwillig bereit w\u00e4re, \u00dcberstunden zu leisten, darf der Arbeitgeber diese ohne die vorherige Zustimmung des Betriebsrats grunds\u00e4tzlich nicht entgegennehmen oder anordnen.<span style=\"color: #080060;\"><strong><\/strong><\/span><\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Kontakt zur Rechtsanwaltskanzlei in D\u00fcsseldorf<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Sie haben ein juristisches Problem, bei dem Ihnen ein Rechtsanwalt behilflich sein kann, dann schicken Sie uns eine E-Mail mit einer Darstellung Ihres Problems.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"specialtext-content-left effect\"><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Schreiben Sie uns an:<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #487693;\">sekretariat@johanna-swist.de<\/span><\/h3>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">oder\u00a0<\/span><\/h5>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Rufen Sie uns an:<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #2f2f80;\">0211 &#8211; 8759\u00a0 8067.<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #a0843d;\"><span style=\"color: #ffffff;\">&#8211;<\/span>Wir schenken Ihnen unsere ganze Aufmerksamkeit!<span style=\"color: #ffffff;\">&#8211;<\/span><\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffffff;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/span><\/p>\n<p><\/div><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><a class=\"maxbutton-109 maxbutton\" href=\"javascript:void(0);\"><\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.johanna-swist.de\/wpjs\/de\/kanzlei\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"Schutz der Schwerbehinderten im Arbeitsverh\u00e4ltnis aligncenter wp-image-7490\" title=\"Schutz der Schwerbehinderten im Arbeitsverh\u00e4ltnis\" src=\"http:\/\/www.johanna-swist.de\/wpjs\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Logo-2-1-300x85.jpg\" alt=\"Schutz der Schwerbehinderten im Arbeitsverh\u00e4ltnis\" width=\"364\" height=\"103\" srcset=\"https:\/\/www.johanna-swist.de\/wpjs\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Logo-2-1-300x85.jpg 300w, https:\/\/www.johanna-swist.de\/wpjs\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Logo-2-1.jpg 337w\" sizes=\"auto, (max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Rechtlicher Hinweis &amp; Haftungsausschluss<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Inhalte &amp; Haftung<\/strong> Die Inhalte dieser Seite dienen ausschlie\u00dflich der allgemeinen Information. Trotz sorgf\u00e4ltiger Pr\u00fcfung \u00fcbernehmen wir keine Gew\u00e4hr f\u00fcr die Richtigkeit, Vollst\u00e4ndigkeit oder Aktualit\u00e4t der bereitgestellten Informationen. Haftungsanspr\u00fcche aus der Nutzung dieser Informationen sind ausgeschlossen, sofern kein vors\u00e4tzliches oder grob fahrl\u00e4ssiges Verschulden vorliegt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Keine Rechtsberatung<\/strong> Die bereitgestellten Informationen stellen <strong>keine Rechtsberatung<\/strong> dar und k\u00f6nnen eine individuelle Beratung durch einen qualifizierten Rechtsanwalt nicht ersetzen. Die Anwendung der Inhalte auf konkrete Einzelf\u00e4lle erfolgt auf eigene Gefahr des Nutzers.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\">Lassen Sie sich von einem Rechtsanwalt zu Ihrem konkreten Anliegen beraten!<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; \u00dcberstundenverg\u00fctung\u00a0 Link f\u00fcr die Zusammenfassung \u00dcberstundenverg\u00fctung 16\/22: https:\/\/www.bundesarbeitsgericht.de\/presse\/darlegungs-und-beweislast-im-ueberstundenverguetungsprozess\/ &nbsp; Vereinbarkeit der Entscheidung mit der EuGH-Rechtsprechung &nbsp; Was muss ein Arbeitnehmer, der die \u00dcberstundenverg\u00fctung geltend macht, vortragen? &nbsp; Welche Regelungen zu \u00dcberstunden k\u00f6nnen bei der Geltendmachung des Anpruchs wichtig werden?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[114,52],"tags":[],"class_list":["post-9183","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lohn","category-rechtsprechung-zum-arbeitsrecht"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - 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