{"id":9053,"date":"2026-08-31T06:05:20","date_gmt":"2026-08-31T06:05:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.johanna-swist.de\/wpjs\/?p=9053"},"modified":"2026-09-01T05:02:53","modified_gmt":"2026-09-01T05:02:53","slug":"einsatz-des-eigenen-werkzeuges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.johanna-swist.de\/wpjs\/de\/einsatz-des-eigenen-werkzeuges\/","title":{"rendered":"Gestaltung von Arbeitsvertr\u00e4gen: Einsatz des eigenen Werkzeuges"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Einsatz des eigenen Werkzeuges &#8211; ist das rechtm\u00e4\u00dfig?<\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000000;\"><button class=\"responsivevoice-button\" type=\"button\" title=\"ResponsiveVoice Tap to Start\/Stop Speech\" data-rvtts-action=\"speak\" data-rvtts-text=\"In seinem Urteil vom 10. November 2021, Az.: 5 AZR 334\/21, hat sich das Arbeitsgericht mit dem Einsatz eigenen Werkzeugs des Arbeitnehmers im Arbeitsverh\u00e4ltnis auseinandergesetzt.\u00a0 \u00a0 Arbeitsmittel f\u00fcr Fahrradlieferanten: BAG st\u00e4rkt Rechte von \u201eRidern\u201c \u00a0 Fahrradlieferanten (\u201eRider\u201c) haben einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass ihr Arbeitgeber ihnen die f\u00fcr die Aus\u00fcbung ihrer T\u00e4tigkeit notwendigen Arbeitsmittel \u2013 ein verkehrst\u00fcchtiges Fahrrad sowie ein internetf\u00e4higes Mobiltelefon inklusive Datenvolumen \u2013 kostenlos zur Verf\u00fcgung stellt. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit Urteil vom 10. November 2021 (Az.: 5 AZR 334\/21) entschieden und damit ein wegweisendes Urteil zum Arbeitnehmerdatenschutz und zur AGB-Kontrolle gef\u00e4llt. \u00a0 Die wichtigsten Fakten im \u00dcberblick \u00a0 Kl\u00e4ger: Ein als Fahrradlieferant besch\u00e4ftigter \u201eRider\u201c. Beklagte: Ein Lieferdienst f\u00fcr Speisen und Getr\u00e4nke. Kernproblem: Der Arbeitgeber verpflichtete die Lieferanten per Allgemeiner Gesch\u00e4ftsbedingung (AGB), ihre eigenen Smartphones und Fahrr\u00e4der zu nutzen. Das Ergebnis: Diese AGB-Klausel ist unwirksam. Arbeitgeber m\u00fcssen die essenziellen Arbeitsmittel stellen oder eine vollwertige, transparente finanzielle Kompensation bieten. \u00a0 Warum sind solche AGB-Klauseln unwirksam? \u00a0 Nach Ansicht des 5. Senats des BAG verst\u00f6\u00dft die Pflicht zur Nutzung eigener Ger\u00e4te ohne ad\u00e4quaten Ausgleich gegen das gesetzliche Leitbild des Arbeitsvertrags (\u00a7 611a BGB). Einseitige Risikoverteilung: Der Arbeitgeber entlastet sich von Anschaffungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten. Das volle Risiko f\u00fcr Verschlei\u00df, Wertverfall, Verlust oder Besch\u00e4digung wird stattdessen auf den Arbeitnehmer abgew\u00e4lzt. Unzureichende Entlohnung: Eine Pauschale f\u00fcr Reparaturen (im Fall: 0,25 Euro pro gearbeiteter Stunde) reicht nicht aus, da sie sich an der Arbeitszeit statt an der tats\u00e4chlichen Fahrleistung orientiert und zudem an einen bestimmten, vom Arbeitgeber diktierten Reparaturbetrieb gebunden ist. Kein Ausgleich f\u00fcr das Handy: F\u00fcr die Nutzung des privaten Mobiltelefons (inklusive des f\u00fcr die Liefer-App \u201eScoober\u201c n\u00f6tigen Datenvolumens von ca. 2 GB pro Monat) war im streitgegenst\u00e4ndlichen Fall \u00fcberhaupt kein finanzieller Ausgleich vorgesehen. Kein Ersatz durch \u00a7 670 BGB: Die gesetzliche M\u00f6glichkeit, nachtr\u00e4glich Aufwendungsersatz zu fordern, ersetzt keine klare, transparente vertragliche Reglung im Voraus. \u00a0 Welche Rechte haben Fahrradlieferanten (\u201eRider\u201c)? \u00a0 Anspruch auf Bereitstellung: Arbeitnehmer k\u00f6nnen verlangen, dass ihnen ein funktionsf\u00e4higes, verkehrssicheres Fahrrad (gem\u00e4\u00df StVZO) w\u00e4hrend der Arbeitszeit bereitgestellt wird. Anspruch auf Mobilfunktechnik: Ebenso muss ein internetf\u00e4higes Smartphone samt ausreichendem monatlichen Datenvolumen (mindestens 2 GB f\u00fcr g\u00e4ngige Liefer-Apps) f\u00fcr den Dienst zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Kein Zwang zu \u201eBYOD\u201c (\u201eBring Your Own Device\u201c): Arbeitnehmer d\u00fcrfen nicht gezwungen werden, ihre private Technik ohne vollwertigen, vertraglich geregelten Ausgleich f\u00fcr den Job einzusetzen. \u00a0 Fazit &amp; Bedeutung f\u00fcr die Praxis: \u00a0 Das Urteil macht deutlich, dass digitale Plattform- und Lieferdienste die Kosten f\u00fcr ihre Betriebsmittel nicht auf die Besch\u00e4ftigten abw\u00e4lzen d\u00fcrfen. Werden eigene Smartphones und Fahrr\u00e4der der \u201eRider\u201c genutzt, m\u00fcssen Arbeitgeber f\u00fcr eine faire, transparente und vollst\u00e4ndige Kompensation sorgen \u2013 oder die Ger\u00e4te direkt zur Verf\u00fcgung stellen.\" data-rvtts-voice=\"Deutsch Female\" data-rvtts-brand-url=\"https:\/\/responsivevoice.org\/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by\" data-rvtts-brand-label=\"Powered by ResponsiveVoice\"><svg class=\"rvtts-icon\" width=\"22\" height=\"22\" viewBox=\"0 0 22 22\" fill=\"currentColor\" aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z\"\/><\/svg><span class=\"responsivevoice-button__label\">Text anh\u00f6ren<\/span><\/button> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In seinem Urteil vom 10. November 2021, <strong><span style=\"color: #080060;\"><a style=\"color: #080060;\" href=\"https:\/\/www.bundesarbeitsgericht.de\/entscheidung\/5-azr-334-21\/\">Az.: 5 AZR 334\/21,<\/a> <\/span><\/strong>hat sich das Arbeitsgericht mit dem Einsatz eigenen Werkzeugs des Arbeitnehmers im Arbeitsverh\u00e4ltnis auseinandergesetzt.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Arbeitsmittel f\u00fcr Fahrradlieferanten: BAG st\u00e4rkt Rechte von \u201eRidern\u201c<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Fahrradlieferanten (\u201eRider\u201c) haben einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass ihr Arbeitgeber ihnen die f\u00fcr die Aus\u00fcbung ihrer T\u00e4tigkeit notwendigen Arbeitsmittel \u2013 ein verkehrst\u00fcchtiges Fahrrad sowie ein internetf\u00e4higes Mobiltelefon inklusive Datenvolumen \u2013 kostenlos zur Verf\u00fcgung stellt. Das hat das <span style=\"color: #080060;\"><strong>Bundesarbeitsgericht (BAG)<\/strong><\/span> mit Urteil vom 10. November 2021 <strong><span style=\"color: #080060;\">(Az.: 5 AZR 334\/21)<\/span><\/strong> entschieden und damit ein wegweisendes Urteil zum Arbeitnehmerdatenschutz und zur AGB-Kontrolle gef\u00e4llt.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Die wichtigsten Fakten im \u00dcberblick<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Kl\u00e4ger:<\/strong> <\/span>Ein als Fahrradlieferant besch\u00e4ftigter \u201eRider\u201c.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Beklagte:<\/strong><\/span> Ein Lieferdienst f\u00fcr Speisen und Getr\u00e4nke.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Kernproblem:<\/strong><\/span> Der Arbeitgeber verpflichtete die Lieferanten per Allgemeiner Gesch\u00e4ftsbedingung (AGB), ihre eigenen Smartphones und Fahrr\u00e4der zu nutzen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Das Ergebnis:<\/strong><\/span> Diese AGB-Klausel ist unwirksam. Arbeitgeber m\u00fcssen die essenziellen Arbeitsmittel stellen oder eine vollwertige, transparente finanzielle Kompensation bieten.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Warum sind solche AGB-Klauseln unwirksam?<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Nach Ansicht des 5. Senats des BAG verst\u00f6\u00dft die Pflicht zur Nutzung eigener Ger\u00e4te ohne ad\u00e4quaten Ausgleich gegen das gesetzliche Leitbild des Arbeitsvertrags (\u00a7 611a BGB).<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Einseitige Risikoverteilung:<\/strong><\/span> Der Arbeitgeber entlastet sich von Anschaffungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten. Das volle Risiko f\u00fcr Verschlei\u00df, Wertverfall, Verlust oder Besch\u00e4digung wird stattdessen auf den Arbeitnehmer abgew\u00e4lzt.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Unzureichende Entlohnung:<\/strong><\/span> Eine Pauschale f\u00fcr Reparaturen (im Fall: 0,25 Euro pro gearbeiteter Stunde) reicht nicht aus, da sie sich an der Arbeitszeit statt an der tats\u00e4chlichen Fahrleistung orientiert und zudem an einen bestimmten, vom Arbeitgeber diktierten Reparaturbetrieb gebunden ist.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Kein Ausgleich f\u00fcr das Handy:<\/strong><\/span> F\u00fcr die Nutzung des privaten Mobiltelefons (inklusive des f\u00fcr die Liefer-App \u201eScoober\u201c n\u00f6tigen Datenvolumens von ca. 2 GB pro Monat) war im streitgegenst\u00e4ndlichen Fall \u00fcberhaupt kein finanzieller Ausgleich vorgesehen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Kein Ersatz durch \u00a7 670 BGB:<\/strong><\/span> Die gesetzliche M\u00f6glichkeit, nachtr\u00e4glich Aufwendungsersatz zu fordern, ersetzt keine klare, transparente vertragliche Reglung im Voraus.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Welche Rechte haben Fahrradlieferanten (\u201eRider\u201c)?<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Anspruch auf Bereitstellung:<\/strong> <\/span>Arbeitnehmer k\u00f6nnen verlangen, dass ihnen ein funktionsf\u00e4higes, verkehrssicheres Fahrrad (gem\u00e4\u00df StVZO) w\u00e4hrend der Arbeitszeit bereitgestellt wird.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Anspruch auf Mobilfunktechnik:<\/strong><\/span> Ebenso muss ein internetf\u00e4higes Smartphone samt ausreichendem monatlichen Datenvolumen (mindestens 2 GB f\u00fcr g\u00e4ngige Liefer-Apps) f\u00fcr den Dienst zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Kein Zwang zu \u201eBYOD\u201c (\u201eBring Your Own Device\u201c):<\/strong><\/span> Arbeitnehmer d\u00fcrfen nicht gezwungen werden, ihre private Technik ohne vollwertigen, vertraglich geregelten Ausgleich f\u00fcr den Job einzusetzen.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Fazit &amp; Bedeutung f\u00fcr die Praxis:<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Urteil macht deutlich, dass digitale Plattform- und Lieferdienste die Kosten f\u00fcr ihre Betriebsmittel nicht auf die Besch\u00e4ftigten abw\u00e4lzen d\u00fcrfen. Werden eigene Smartphones und Fahrr\u00e4der der &#8222;Rider&#8220; genutzt, m\u00fcssen Arbeitgeber f\u00fcr eine faire, transparente und vollst\u00e4ndige Kompensation sorgen \u2013 oder die Ger\u00e4te direkt zur Verf\u00fcgung stellen.<span style=\"color: #080060;\"><strong><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Realit\u00e4tsnahe Bewertung dieser Entscheidung<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000000;\"><button class=\"responsivevoice-button\" type=\"button\" title=\"ResponsiveVoice Tap to Start\/Stop Speech\" data-rvtts-action=\"speak\" data-rvtts-text=\"Hat die Entscheidung Einfluss auf die gelebten Arbeitsverh\u00e4ltnisse? Oder bekommen Arbeitnehler erst gar nicht die Jobs, wenn sie auf ihrem Recht bestehen? Das ist genau die Realit\u00e4t, in der sich viele Arbeitnehmer in solchen Branchen befinden. Wer als Friseur, Koch oder Lieferant sagt \u201eIch bringe mein Werkzeug nicht mit, stellt ihr mir bitte alles\u201c, l\u00e4uft in der Praxis oft Gefahr, den Job schlicht nicht zu bekommen \u2013 oder bei der Bewerbung \u00fcbergangen zu werden. Arbeitgeber k\u00f6nnen Bewerber theoretisch aussortieren, wenn diese nicht bereit sind, die branchen\u00fcblichen Bedingungen zu akzeptieren. Aus rechtlicher und arbeitsmarktpolitischer Sicht gibt es dazu ein paar wichtige Nuancen: \u00a0 Die Grauzone zwischen Recht und Realit\u00e4t: \u00a0 Rechtlich gesehen (nach der BAG-Rechtsprechung) handelt der Arbeitgeber zwar oft angreifbar, wenn er das verlangt, ohne die Bedingungen sauber und fair zu regeln. Aber solange niemand klagt oder sich beschwert, wird diese Praxis stillschweigend gelebt. Niemand zieht wegen einer Friseurschere oder eines eigenen Messers sofort vor das Arbeitsgericht, weil das das Arbeitsverh\u00e4ltnis von Tag eins belasten w\u00fcrde. \u00a0 Machtasymmetrie: \u00a0 Gerade in Branchen mit niedrigeren L\u00f6hnen oder hohem Konkurrenzdruck (wie im Lieferdienst- oder Friseurbereich) ist die Verhandlungsposition des einzelnen Arbeitnehmers schwach. Arbeitgeber nutzen diese strukturelle Ungleichheit aus, um Kosten und Risiken auf die Besch\u00e4ftigten abzuw\u00e4lzen. \u00a0 Der Unterschied zwischen freiwilligem Mitbringen und Zwang: \u00a0 Es gibt einen flie\u00dfenden \u00dcbergang. Viele Handwerker oder K\u00f6che wollen ihr eigenes Werkzeug (wie den geliebten Messerkoffer oder die perfekt eingestellte Schere) nutzen, weil sie mit fremdem Billig-Equipment schlicht nicht gut arbeiten k\u00f6nnen. Hier ist es ein freiwilliger Vorteil, solange der Arbeitgeber den Verschlei\u00df oder die Anschaffung fair honoriert. Problematisch wird es dort, wo es zu einer harten wirtschaftlichen Belastung wird und der Arbeitnehmer das Werkzeug muss, ohne dass es ad\u00e4quat ausgeglichen wird. Gesetze wie die AGB-Kontrolle oder die Rechtsprechung des BAG sch\u00fctzen den Arbeitnehmer zwar auf dem Papier hervorragend vor unfairen Klauseln, l\u00f6sen aber das wirtschaftliche Druckmittel der Arbeitgeber im Bewerbungsprozess nicht vollst\u00e4ndig auf. Dennoch ist es gut die Rechtslage zu kennen.\" data-rvtts-voice=\"Deutsch Female\" data-rvtts-brand-url=\"https:\/\/responsivevoice.org\/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by\" data-rvtts-brand-label=\"Powered by ResponsiveVoice\"><svg class=\"rvtts-icon\" width=\"22\" height=\"22\" viewBox=\"0 0 22 22\" fill=\"currentColor\" aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z\"\/><\/svg><span class=\"responsivevoice-button__label\">Text anh\u00f6ren<\/span><\/button> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Hat die Entscheidung Einfluss auf die gelebten Arbeitsverh\u00e4ltnisse? Oder bekommen Arbeitnehler erst gar nicht die Jobs, wenn sie auf ihrem Recht bestehen?<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das ist genau die Realit\u00e4t, in der sich viele Arbeitnehmer in solchen Branchen befinden. Wer als Friseur, Koch oder Lieferant sagt \u201eIch bringe mein Werkzeug nicht mit, stellt ihr mir bitte alles\u201c, l\u00e4uft in der Praxis oft Gefahr, den Job schlicht nicht zu bekommen \u2013 oder bei der Bewerbung \u00fcbergangen zu werden. Arbeitgeber k\u00f6nnen Bewerber theoretisch aussortieren, wenn diese nicht bereit sind, die branchen\u00fcblichen Bedingungen zu akzeptieren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Aus rechtlicher und arbeitsmarktpolitischer Sicht gibt es dazu ein paar wichtige Nuancen:<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Die Grauzone zwischen Recht und Realit\u00e4t:<\/span> <\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<span style=\"color: #000000;\">Rechtlich gesehen (nach der BAG-Rechtsprechung) handelt der Arbeitgeber zwar oft angreifbar, wenn er das verlangt, ohne die Bedingungen sauber und fair zu regeln. Aber solange niemand klagt oder sich beschwert, wird diese Praxis stillschweigend gelebt. Niemand zieht wegen einer Friseurschere oder eines eigenen Messers sofort vor das Arbeitsgericht, weil das das Arbeitsverh\u00e4ltnis von Tag eins belasten w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Machtasymmetrie:<\/span> <\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Gerade in Branchen mit niedrigeren L\u00f6hnen oder hohem Konkurrenzdruck (wie im Lieferdienst- oder Friseurbereich) ist die Verhandlungsposition des einzelnen Arbeitnehmers schwach. Arbeitgeber nutzen diese strukturelle Ungleichheit aus, um Kosten und Risiken auf die Besch\u00e4ftigten abzuw\u00e4lzen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Der Unterschied zwischen freiwilligem Mitbringen und Zwang:<\/span> <\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Es gibt einen flie\u00dfenden \u00dcbergang. Viele Handwerker oder K\u00f6che <em>wollen<\/em> ihr eigenes Werkzeug (wie den geliebten Messerkoffer oder die perfekt eingestellte Schere) nutzen, weil sie mit fremdem Billig-Equipment schlicht nicht gut arbeiten k\u00f6nnen. Hier ist es ein freiwilliger Vorteil, solange der Arbeitgeber den Verschlei\u00df oder die Anschaffung fair honoriert. Problematisch wird es dort, wo es zu einer harten wirtschaftlichen Belastung wird und der Arbeitnehmer das Werkzeug <em>muss<\/em>, ohne dass es ad\u00e4quat ausgeglichen wird.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Gesetze wie die AGB-Kontrolle oder die Rechtsprechung des BAG sch\u00fctzen den Arbeitnehmer zwar auf dem Papier hervorragend vor unfairen Klauseln, l\u00f6sen aber das wirtschaftliche Druckmittel der Arbeitgeber im Bewerbungsprozess nicht vollst\u00e4ndig auf. Dennoch ist es gut die Rechtslage zu kennen. <span style=\"color: #080060;\"><strong><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">In welchem Umfang kann ein Arbeitgeber erwarten, dass sein Arbeitnehmer sein Eigentum einsetzt?<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000000;\"><button class=\"responsivevoice-button\" type=\"button\" title=\"ResponsiveVoice Tap to Start\/Stop Speech\" data-rvtts-action=\"speak\" data-rvtts-text=\"Grunds\u00e4tzlich gilt im deutschen Arbeitsrecht ein strenger Grundsatz: Der Arbeitnehmer schuldet ausschlie\u00dflich seine Arbeitskraft, w\u00e4hrend der Arbeitgeber das Betriebsmittel und die Infrastruktur zur Verf\u00fcgung zu stellen hat. Dieser aus \u00a7 611a BGB abgeleitete Grundsatz besagt, dass der Arbeitgeber die Verantwortung und die Kosten f\u00fcr die Betriebsmittel tr\u00e4gt. Ein Einsatz von privateigener Hard- oder Software durch den Arbeitnehmer (bekannt als BYOD \u2013 \u201eBring Your Own Device\u201c) ist daher rechtlich keineswegs der Standard, sondern bedarf einer ausdr\u00fccklichen vertraglichen Vereinbarung. Der Umfang, in dem ein Arbeitgeber den Einsatz von Privateigentum \u00fcberhaupt erwarten oder vertraglich vereinbaren kann, unterliegt engen rechtlichen Grenzen: \u00a0 Die Schranke der AGB-Kontrolle (\u00a7\u00a7 305 ff. BGB) \u00a0 In den allermeisten F\u00e4llen werden Arbeitsvertr\u00e4ge oder Nutzungsbedingungen vom Arbeitgeber als Allgemeine Gesch\u00e4ftsbedingungen (AGB) gestellt. Solche Klauseln, die den Arbeitnehmer zur Nutzung eigener Ger\u00e4te verpflichten, werden von den Arbeitsgerichten streng gepr\u00fcft: Unangemessene Benachteiligung: Laut dem Bundesarbeitsgericht (BAG, u.a. im wegweisenden Urteil zu Fahrradlieferanten vom 10. November 2021, Az. 5 AZR 334\/21) ist eine Klausel unwirksam, wenn sie den Arbeitnehmer einseitig mit den Anschaffungs-, Betriebs-, Reparatur- und Verschlei\u00dfkosten belastet, ohne dass ein vollst\u00e4ndiger und fairer Ausgleich stattfindet. Risiko-Abw\u00e4lzung: Der Arbeitgeber darf das wirtschaftliche Risiko (Wertverfall, Besch\u00e4digung, Verlust oder Reparaturen des Privateigentums) nicht einfach auf den Besch\u00e4ftigten abw\u00e4lzen. \u00a0 Notwendigkeit einer vollst\u00e4ndigen und transparenten Kompensation \u00a0 Verlangt der Arbeitgeber den Einsatz von Privateigentum (z. B. das eigene Smartphone f\u00fcr den Zugriff auf dienstliche Apps, den privaten PKW f\u00fcr Dienstfahrten oder das eigene Fahrrad), muss dies vollst\u00e4ndig kompensiert werden. Eine Pauschale muss sich nach der tats\u00e4chlichen Beanspruchung richten (z. B. tats\u00e4chliche Kilometerlaufleistung bei Autos oder reales Datenvolumen\/Verschlei\u00df bei Smartphones). Reine Alibipauschalen oder intransparente Gutschriften, die obendrein an bestimmte Vertragswerkst\u00e4tten gebunden sind, halten einer gerichtlichen Pr\u00fcfung nicht stand. \u00a0 Datenschutz und Kontrollrechte (Arbeitsschutz &amp; DSGVO) \u00a0 Nutzt ein Arbeitnehmer privates Eigentum (wie ein Smartphone oder einen Laptop) f\u00fcr dienstliche Zwecke, kollidiert dies oft mit dem Datenschutz: Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass dienstliche Daten (z. B. Kundendaten, Kommunikationsdaten) datenschutzkonform verarbeitet werden. Auf private Ger\u00e4te darf der Arbeitgeber nicht ohne Weiteres zugreifen (z. B. f\u00fcr Kontrollen oder Fernl\u00f6schungen via Mobile Device Management), da dies die Privatsph\u00e4re des Arbeitnehmers (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 GG) massiv verletzt. Oft ist ein privates Ger\u00e4t f\u00fcr professionelle, datenschutzkonforme Unternehmensprozesse daher technisch und rechtlich kaum sinnvoll einsetzbar. \u00a0 Gesetzlicher Aufwendungsersatz (\u00a7 670 BGB) \u00a0 Hat der Arbeitnehmer im Einzelfall \u2013 etwa in einer echten Notsituation oder aufgrund einer wirksamen (Ausnahme-)Vereinbarung \u2013 eigene Mittel im betrieblichen Interesse eingesetzt, steht ihm ein gesetzlicher Anspruch auf Aufwendungsersatz zu. Der Arbeitgeber kann den Einsatz privater Gegenst\u00e4nde nicht einfach als \u201eselbstverst\u00e4ndlich\u201c voraussetzen. \u00a0 Zusammenfassend: \u00a0 Ein Arbeitgeber kann von vornherein keinen unentgeltlichen oder pauschal unzureichend kompensierten Einsatz von Arbeitnehmereigentum erwarten. BYOD-Modelle sind rechtlich nur dann zul\u00e4ssig, wenn sie auf einer wirksamen Vereinbarung beruhen, s\u00e4mtliche Verschlei\u00df-, Betriebs- und Anschaffungskosten transparent und voll ausgeglichen werden, und datenschutzrechtliche sowie pers\u00f6nlichkeitsrechtliche Grenzen gewahrt bleiben. Fehlt es daran, hat der Arbeitnehmer das Recht, die Nutzung privater Arbeitsmittel zu verweigern und die Bereitstellung durch den Arbeitgeber zu verlangen.\" data-rvtts-voice=\"Deutsch Female\" data-rvtts-brand-url=\"https:\/\/responsivevoice.org\/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by\" data-rvtts-brand-label=\"Powered by ResponsiveVoice\"><svg class=\"rvtts-icon\" width=\"22\" height=\"22\" viewBox=\"0 0 22 22\" fill=\"currentColor\" aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z\"\/><\/svg><span class=\"responsivevoice-button__label\">Text anh\u00f6ren<\/span><\/button> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Grunds\u00e4tzlich gilt im deutschen Arbeitsrecht ein strenger Grundsatz: <span style=\"color: #080060;\"><strong>Der Arbeitnehmer schuldet ausschlie\u00dflich seine Arbeitskraft, w\u00e4hrend der Arbeitgeber das Betriebsmittel und die Infrastruktur zur Verf\u00fcgung zu stellen hat.<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Dieser aus \u00a7 611a BGB abgeleitete Grundsatz besagt, dass der Arbeitgeber die Verantwortung und die Kosten f\u00fcr die Betriebsmittel tr\u00e4gt. Ein Einsatz von privateigener Hard- oder Software durch den Arbeitnehmer (bekannt als <span style=\"color: #080060;\"><strong>BYOD \u2013 \u201eBring Your Own Device\u201c<\/strong>)<\/span> ist daher rechtlich keineswegs der Standard, sondern bedarf einer ausdr\u00fccklichen vertraglichen Vereinbarung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Umfang, in dem ein Arbeitgeber den Einsatz von Privateigentum \u00fcberhaupt erwarten oder vertraglich vereinbaren kann, unterliegt engen rechtlichen Grenzen:<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Die Schranke der AGB-Kontrolle (\u00a7\u00a7 305 ff. BGB)<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In den allermeisten F\u00e4llen werden Arbeitsvertr\u00e4ge oder Nutzungsbedingungen vom Arbeitgeber als Allgemeine Gesch\u00e4ftsbedingungen (AGB) gestellt. Solche Klauseln, die den Arbeitnehmer zur Nutzung eigener Ger\u00e4te verpflichten, werden von den Arbeitsgerichten streng gepr\u00fcft:<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Unangemessene Benachteiligung:<\/strong><\/span> Laut dem Bundesarbeitsgericht (BAG, u.a. im wegweisenden Urteil zu Fahrradlieferanten vom 10. November 2021, Az. 5 AZR 334\/21) ist eine Klausel unwirksam, wenn sie den Arbeitnehmer einseitig mit den Anschaffungs-, Betriebs-, Reparatur- und Verschlei\u00dfkosten belastet, ohne dass ein vollst\u00e4ndiger und fairer Ausgleich stattfindet.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Risiko-Abw\u00e4lzung:<\/strong><\/span> Der Arbeitgeber darf das wirtschaftliche Risiko (Wertverfall, Besch\u00e4digung, Verlust oder Reparaturen des Privateigentums) nicht einfach auf den Besch\u00e4ftigten abw\u00e4lzen.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Notwendigkeit einer vollst\u00e4ndigen und transparenten Kompensation<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Verlangt der Arbeitgeber den Einsatz von Privateigentum (z. B. das eigene Smartphone f\u00fcr den Zugriff auf dienstliche Apps, den privaten PKW f\u00fcr Dienstfahrten oder das eigene Fahrrad), muss dies <span style=\"color: #080060;\"><strong>vollst\u00e4ndig kompensiert<\/strong><\/span> werden.<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\">Eine Pauschale muss sich nach der tats\u00e4chlichen Beanspruchung richten (z. B. tats\u00e4chliche Kilometerlaufleistung bei Autos oder reales Datenvolumen\/Verschlei\u00df bei Smartphones).<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Reine Alibipauschalen oder intransparente Gutschriften, die obendrein an bestimmte Vertragswerkst\u00e4tten gebunden sind, halten einer gerichtlichen Pr\u00fcfung nicht stand.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Datenschutz und Kontrollrechte (Arbeitsschutz &amp; DSGVO)<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Nutzt ein Arbeitnehmer privates Eigentum (wie ein Smartphone oder einen Laptop) f\u00fcr dienstliche Zwecke, kollidiert dies oft mit dem Datenschutz:<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\">Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass dienstliche Daten (z. B. Kundendaten, Kommunikationsdaten) datenschutzkonform verarbeitet werden.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\">Auf private Ger\u00e4te darf der Arbeitgeber nicht ohne Weiteres zugreifen (z. B. f\u00fcr Kontrollen oder Fernl\u00f6schungen via Mobile Device Management), da dies die Privatsph\u00e4re des Arbeitnehmers (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 GG) massiv verletzt. Oft ist ein privates Ger\u00e4t f\u00fcr professionelle, datenschutzkonforme Unternehmensprozesse daher technisch und rechtlich kaum sinnvoll einsetzbar.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Gesetzlicher Aufwendungsersatz (\u00a7 670 BGB)<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Hat der Arbeitnehmer im Einzelfall \u2013 etwa in einer echten Notsituation oder aufgrund einer wirksamen (Ausnahme-)Vereinbarung \u2013 eigene Mittel im betrieblichen Interesse eingesetzt, steht ihm ein gesetzlicher Anspruch auf Aufwendungsersatz zu. Der Arbeitgeber kann den Einsatz privater Gegenst\u00e4nde nicht einfach als \u201eselbstverst\u00e4ndlich\u201c voraussetzen.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Zusammenfassend: <\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein Arbeitgeber kann von vornherein <span style=\"color: #080060;\"><strong>keinen<\/strong><\/span> unentgeltlichen oder pauschal unzureichend kompensierten Einsatz von Arbeitnehmereigentum erwarten. BYOD-Modelle sind rechtlich nur dann zul\u00e4ssig, wenn sie auf einer wirksamen Vereinbarung beruhen, s\u00e4mtliche Verschlei\u00df-, Betriebs- und Anschaffungskosten transparent und voll ausgeglichen werden, und datenschutzrechtliche sowie pers\u00f6nlichkeitsrechtliche Grenzen gewahrt bleiben. Fehlt es daran, hat der Arbeitnehmer das Recht, die Nutzung privater Arbeitsmittel zu verweigern und die Bereitstellung durch den Arbeitgeber zu verlangen.<span style=\"color: #080060;\"><strong><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Gibt es Bereiche, in denen es \u00fcblich ist, dass der Arbeitnehmer sein Eigentum einsetzt? <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000000;\"><button class=\"responsivevoice-button\" type=\"button\" title=\"ResponsiveVoice Tap to Start\/Stop Speech\" data-rvtts-action=\"speak\" data-rvtts-text=\"Ja, in einigen Branchen und Berufen ist es handlungs- oder branchen\u00fcblich, dass Arbeitnehmer bestimmte Arbeitsmittel \u2013 insbesondere klassische Handwerkszeuge \u2013 ganz oder teilweise selbst mitbringen. Ein klassisches und prominentes Beispiel daf\u00fcr ist das Friseurhandwerk. Friseure und Friseurinnen bringen in der Regel ihre eigenen Friseurscheren, Effilierscheren, Kamm-Sets und teils auch pers\u00f6nliche Styling-Elektroger\u00e4te (wie spezielle Gl\u00e4tteisen oder F\u00f6hne) mit in den Salon. Neben dem Friseurhandwerk gibt es weitere Bereiche mit dieser Praxis: Handwerk &amp; Bau (z. B. Tischler, Zimmerer, Maler): Traditionell bringen Gesellen oft ihr eigenes Handwerkszeug \u2013 wie Grundausstattungen an Handwerkzeugen (Stemmeisen, Zangen, Schraubendreher, Messwerkzeuge) \u2013 mit. Allerdings gilt das meist f\u00fcr traditionelles Handwerks-Handwerkszeug; schwere Maschinen, Elektrowerkzeuge oder Verbrauchsmaterial stellt der Betrieb. Gastronomie &amp; Hotellerie (K\u00f6che): Es ist branchen\u00fcblich, dass K\u00f6che ihren eigenen Messerkoffer mit hochwertigen Kochmessern, Sch\u00e4rfst\u00e4ben und Spezialwerkzeugen besitzen und am Arbeitsplatz einsetzen. Kreativ- und Medienbranche: Hier ist das \u201eBring Your Own Device\u201c-Modell (Laptops, Kameras, Grafiktabletts) stark verbreitet, wobei dies je nach Agentur oder Verlag sehr unterschiedlich gehandhabt wird und vertraglich geregelt sein muss. \u00a0 Was gilt rechtlich f\u00fcr diese Arbeitsmittel? \u00a0 Auch wenn es in diesen Berufen absolut g\u00e4ngige Praxis ist, das eigene Werkzeug mitzubringen, gelten arbeitsrechtlich klare Grenzen: Keine Pflicht ohne Vereinbarung: Der Arbeitgeber kann das Mitbringen und Einsetzen von Privateigentum nicht einfach stillschweigend voraussetzen oder einfordern, es sei denn, dies ist im Arbeitsvertrag, einem anwendbaren Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung so geregelt. Kompensation &amp; Abnutzung: Wenn der Arbeitnehmer sein eigenes Werkzeug (wie eine teure Friseurschere f\u00fcr mehrere Hundert Euro) im Betrieb nutzt, entsteht durch den gewerblichen Verschlei\u00df ein Wertverlust und regelm\u00e4\u00dfiger Bedarf an Instandhaltung (z. B. professionelles Schleifen). Nach der Rechtsprechung muss dieser Aufwand wirtschaftlich ausgeglichen werden \u2013 etwa durch eine entsprechende Werkzeugpauschale, h\u00f6here Grundverg\u00fctung oder dadurch, dass der Arbeitgeber die Kosten f\u00fcr Wartung und Ersatz bei Verschlei\u00df tr\u00e4gt. Eigentumsschutz: Da es sich um Privateigentum handelt, tr\u00e4gt der Arbeitgeber im Schadens- oder diebstahlfall im Betrieb oft eine gesteigerte Obhutspflicht, oder es m\u00fcssen entsprechende betriebliche Versicherungen greifen. Das Mitbringen einer eigenen Friseurschere ist also gelebte Praxis, bewegt sich rechtlich aber im selben Rahmen wie bei den Lieferanten: Ohne eine saubere vertragliche Grundlage und einen fairen Ausgleich f\u00fcr Verschlei\u00df und Anschaffung kann der Arbeitgeber dies nicht einseitig erzwingen.\" data-rvtts-voice=\"Deutsch Female\" data-rvtts-brand-url=\"https:\/\/responsivevoice.org\/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by\" data-rvtts-brand-label=\"Powered by ResponsiveVoice\"><svg class=\"rvtts-icon\" width=\"22\" height=\"22\" viewBox=\"0 0 22 22\" fill=\"currentColor\" aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z\"\/><\/svg><span class=\"responsivevoice-button__label\">Text anh\u00f6ren<\/span><\/button> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ja, in einigen Branchen und Berufen ist es handlungs- oder branchen\u00fcblich, dass Arbeitnehmer bestimmte Arbeitsmittel \u2013 insbesondere klassische Handwerkszeuge \u2013 ganz oder teilweise selbst mitbringen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ein klassisches und prominentes Beispiel daf\u00fcr ist das <span style=\"color: #080060;\"><strong>Friseurhandwerk<\/strong><\/span>. Friseure und Friseurinnen bringen in der Regel ihre eigenen <span style=\"color: #080060;\"><strong>Friseurscheren<\/strong>,<\/span> Effilierscheren, Kamm-Sets und teils auch pers\u00f6nliche Styling-Elektroger\u00e4te (wie spezielle Gl\u00e4tteisen oder F\u00f6hne) mit in den Salon.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Neben dem Friseurhandwerk gibt es weitere Bereiche mit dieser Praxis:<\/span><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Handwerk &amp; Bau (z. B. Tischler, Zimmerer, Maler):<\/strong> <\/span>Traditionell bringen Gesellen oft ihr eigenes Handwerkszeug \u2013 wie Grundausstattungen an Handwerkzeugen (Stemmeisen, Zangen, Schraubendreher, Messwerkzeuge) \u2013 mit. Allerdings gilt das meist f\u00fcr traditionelles Handwerks-Handwerkszeug; schwere Maschinen, Elektrowerkzeuge oder Verbrauchsmaterial stellt der Betrieb.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Gastronomie &amp; Hotellerie (K\u00f6che):<\/strong><\/span> Es ist branchen\u00fcblich, dass K\u00f6che ihren eigenen Messerkoffer mit hochwertigen Kochmessern, Sch\u00e4rfst\u00e4ben und Spezialwerkzeugen besitzen und am Arbeitsplatz einsetzen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Kreativ- und Medienbranche:<\/strong><\/span> Hier ist das \u201eBring Your Own Device\u201c-Modell (Laptops, Kameras, Grafiktabletts) stark verbreitet, wobei dies je nach Agentur oder Verlag sehr unterschiedlich gehandhabt wird und vertraglich geregelt sein muss.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Was gilt rechtlich f\u00fcr diese Arbeitsmittel?<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Auch wenn es in diesen Berufen absolut g\u00e4ngige Praxis ist, das eigene Werkzeug mitzubringen, gelten arbeitsrechtlich klare Grenzen:<\/span><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Keine Pflicht ohne Vereinbarung:<\/strong><\/span> Der Arbeitgeber kann das Mitbringen und Einsetzen von Privateigentum nicht einfach stillschweigend voraussetzen oder einfordern, es sei denn, dies ist im Arbeitsvertrag, einem anwendbaren Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung so geregelt.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Kompensation &amp; Abnutzung:<\/strong><\/span> Wenn der Arbeitnehmer sein eigenes Werkzeug (wie eine teure Friseurschere f\u00fcr mehrere Hundert Euro) im Betrieb nutzt, entsteht durch den gewerblichen Verschlei\u00df ein Wertverlust und regelm\u00e4\u00dfiger Bedarf an Instandhaltung (z. B. professionelles Schleifen). Nach der Rechtsprechung muss dieser Aufwand wirtschaftlich ausgeglichen werden \u2013 etwa durch eine entsprechende Werkzeugpauschale, h\u00f6here Grundverg\u00fctung oder dadurch, dass der Arbeitgeber die Kosten f\u00fcr Wartung und Ersatz bei Verschlei\u00df tr\u00e4gt.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Eigentumsschutz:<\/strong><\/span> Da es sich um Privateigentum handelt, tr\u00e4gt der Arbeitgeber im Schadens- oder diebstahlfall im Betrieb oft eine gesteigerte Obhutspflicht, oder es m\u00fcssen entsprechende betriebliche Versicherungen greifen.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Mitbringen einer eigenen Friseurschere ist also gelebte Praxis, bewegt sich rechtlich aber im selben Rahmen wie bei den Lieferanten: Ohne eine saubere vertragliche Grundlage und einen fairen Ausgleich f\u00fcr Verschlei\u00df und Anschaffung kann der Arbeitgeber dies nicht einseitig erzwingen.<span style=\"color: #080060;\"><strong><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Wie kann die Kompensation aussehen?<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #000000;\"><button class=\"responsivevoice-button\" type=\"button\" title=\"ResponsiveVoice Tap to Start\/Stop Speech\" data-rvtts-action=\"speak\" data-rvtts-text=\"Eine rechtssichere und faire Kompensation f\u00fcr den Einsatz von Privateigentum \u2013 wie professionellem Handwerkszeug oder technischen Ger\u00e4ten \u2013 kann auf verschiedene Weisen ausgestaltet werden. Da der Arbeitgeber das wirtschaftliche Risiko und die Kosten f\u00fcr den Betrieb tr\u00e4gt, muss der finanzielle Ausgleich den tats\u00e4chlichen Wertverlust und die laufenden Kosten abbilden. G\u00e4ngige Modelle und Gestaltungsformen f\u00fcr eine solche Kompensation umfassen: \u00a0 Monatliche Werkzeug- oder Ger\u00e4tepauschale \u00a0 Funktionsweise: Der Arbeitnehmer erh\u00e4lt zus\u00e4tzlich zum regul\u00e4ren Arbeitsentgelt eine monatliche Festpauschale f\u00fcr die Nutzung und Abnutzung seines Eigentums (z. B. eine Werkzeugpauschale im Friseurhandwerk oder eine Technikpauschale f\u00fcr Smartphones\/Laptops). Voraussetzung: Die Pauschale muss sich realistisch am tats\u00e4chlichen Verschlei\u00df und den Anschaffungskosten orientieren. Eine symbolische Pauschale von wenigen Euro h\u00e4lt rechtlichen Pr\u00fcfungen bei AGB-Vertr\u00e4gen nicht stand. \u00a0 Laufleistungs- oder zeitabh\u00e4ngige Verg\u00fctung \u00a0 Funktionsweise: Die Entsch\u00e4digung berechnet sich nach der intensiven Nutzung im Betrieb (z. B. ein fester Betrag pro gearbeiteter Stunde wie im BAG-Fall der Fahrradlieferanten, oder Cent-Betr\u00e4ge pro gefahrenem Kilometer bei Dienstfahrten mit dem Privat-PKW nach den steuerlichen S\u00e4tzen). Wichtig: Die Bemessungsgrundlage muss fair sein. Wie das Bundesarbeitsgericht im Urteil zu den Ridern moniert hat, darf eine Gutschrift (wie eine Reparaturgutschrift) nicht an unfaire Bedingungen gekn\u00fcpft sein \u2013 etwa wenn sie ausschlie\u00dflich bei einem einzigen, vom Arbeitgeber diktierten Partnerunternehmen eingel\u00f6st werden darf. Der Arbeitnehmer muss frei \u00fcber die Kompensation verf\u00fcgen k\u00f6nnen. \u00a0 Kosten\u00fcbernahme f\u00fcr Wartung, Pflege und Instandhaltung \u00a0 Funktionsweise: Der Arbeitgeber \u00fcbernimmt direkt die laufenden Unterhaltskosten, die f\u00fcr den Betrieb des Eigentums zwingend anfallen. Beispiele: Die regelm\u00e4\u00dfigen Kosten f\u00fcr das professionelle Nachschlleifen von Friseurscheren, die Kosten f\u00fcr Ersatzteile, oder im Bereich der IT die \u00dcbernahme der monatlichen Handyrechnung bzw. der Datenflatrate. \u00a0 Bereitstellung eines Verschlei\u00dfbudgets oder Reparaturguthabens \u00a0 Funktionsweise: Dem Arbeitnehmer wird ein festes Budget einger\u00e4umt, \u00fcber das er Reparaturen, Wartungen oder notwendigen Ersatz f\u00fcr sein Arbeitsmittel abwickeln kann. Rechtlicher Haken: Damit dies zul\u00e4ssig ist, muss das Budget in seiner H\u00f6he angemessen sein, sich an der tats\u00e4chlichen Beanspruchung orientieren und dem Arbeitnehmer die freie Wahl lassen, wo und wie er die Reparatur oder Beschaffung vornimmt. \u00a0 H\u00f6here Grundverg\u00fctung (\u00dcberzahlung) \u00a0 Funktionsweise: Vertraglich wird vereinbart, dass das niedrigere Grundgehalt durch einen tariflichen oder freiwilligen Zuschlag f\u00fcr den Werkzeug- oder Ger\u00e4teeinsatz aufgestockt wird. Voraussetzung: Der Aufwendungsersatz muss im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag transparent und ausdr\u00fccklich als solcher ausgewiesen oder erkennbar eingepreist sein, damit im Streitfall klar ist, dass ein ad\u00e4quater Ausgleich stattfindet. \u00a0 Worauf Arbeitgeber achten m\u00fcssen: \u00a0 Eine Kompensation ist immer dann unwirksam oder unzureichend, wenn sie versteckt, intransparent oder wirtschaftlich unzureichend ist. Wenn ein Arbeitnehmer beispielsweise eine hochwertige Friseurschere f\u00fcr mehrere hundert Euro nutzt, die regelm\u00e4\u00dfig geschliffen werden muss, deckt eine pauschale Aufwandsentsch\u00e4digung von wenigen Cent diesen echten Verschlei\u00df nicht ab. Im Zweifel gilt: Klare vertragliche Regelung vorab statt nachtr\u00e4glichem Streit \u00fcber Aufwendungsersatz nach \u00a7 670 BGB.\" data-rvtts-voice=\"Deutsch Female\" data-rvtts-brand-url=\"https:\/\/responsivevoice.org\/?utm_source=wordpress-plugin&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=powered-by\" data-rvtts-brand-label=\"Powered by ResponsiveVoice\"><svg class=\"rvtts-icon\" width=\"22\" height=\"22\" viewBox=\"0 0 22 22\" fill=\"currentColor\" aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\"><path fill-rule=\"evenodd\" clip-rule=\"evenodd\" d=\"M11 0C4.92345 0 0 4.92345 0 11C0 13.2683 0.690345 15.3772 1.86621 17.1221L0.811724 21.0517L4.70345 20.0124C6.48621 21.2641 8.65586 22 11 22C17.0766 22 22 17.0766 22 11C22 4.92345 17.0766 0 11 0ZM3.99793 9.99862C3.99793 9.44483 4.44552 8.99724 4.99931 8.99724C5.5531 8.99724 6.00069 9.44483 6.00069 9.99862V12.0014C6.00069 12.5552 5.5531 13.0028 4.99931 13.0028C4.44552 13.0028 3.99793 12.5552 3.99793 12.0014V9.99862ZM8.99724 13.9966C8.99724 14.5503 8.54966 14.9979 7.99586 14.9979C7.44207 14.9979 6.99448 14.5503 6.99448 13.9966V7.99586C6.99448 7.44207 7.44207 6.99448 7.99586 6.99448C8.54966 6.99448 8.99724 7.44207 8.99724 7.99586V13.9966ZM12.0014 17.0007C12.0014 17.5545 11.5538 18.0021 11 18.0021C10.4462 18.0021 9.99862 17.5545 9.99862 17.0007V4.99931C9.99862 4.44552 10.4462 3.99793 11 3.99793C11.5538 3.99793 12.0014 4.44552 12.0014 4.99931V17.0007ZM14.9979 13.9966C14.9979 14.5503 14.5503 14.9979 13.9966 14.9979C13.4428 14.9979 12.9952 14.5503 12.9952 13.9966V7.99586C12.9952 7.44207 13.4428 6.99448 13.9966 6.99448C14.5503 6.99448 14.9979 7.44207 14.9979 7.99586V13.9966ZM18.0021 12.0014C18.0021 12.5552 17.5545 13.0028 17.0007 13.0028C16.4469 13.0028 15.9993 12.5552 15.9993 12.0014V9.99862C15.9993 9.44483 16.4469 8.99724 17.0007 8.99724C17.5545 8.99724 18.0021 9.44483 18.0021 9.99862V12.0014Z\"\/><\/svg><span class=\"responsivevoice-button__label\">Text anh\u00f6ren<\/span><\/button> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Eine rechtssichere und faire Kompensation f\u00fcr den Einsatz von Privateigentum \u2013 wie professionellem Handwerkszeug oder technischen Ger\u00e4ten \u2013 kann auf verschiedene Weisen ausgestaltet werden. Da der Arbeitgeber das wirtschaftliche Risiko und die Kosten f\u00fcr den Betrieb tr\u00e4gt, muss der finanzielle Ausgleich den tats\u00e4chlichen Wertverlust und die laufenden Kosten abbilden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">G\u00e4ngige Modelle und Gestaltungsformen f\u00fcr eine solche Kompensation umfassen:<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Monatliche Werkzeug- oder Ger\u00e4tepauschale<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Funktionsweise:<\/strong><\/span> Der Arbeitnehmer erh\u00e4lt zus\u00e4tzlich zum regul\u00e4ren Arbeitsentgelt eine monatliche Festpauschale f\u00fcr die Nutzung und Abnutzung seines Eigentums (z. B. eine Werkzeugpauschale im Friseurhandwerk oder eine Technikpauschale f\u00fcr Smartphones\/Laptops).<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Voraussetzung:<\/strong><\/span> Die Pauschale muss sich realistisch am tats\u00e4chlichen Verschlei\u00df und den Anschaffungskosten orientieren. Eine symbolische Pauschale von wenigen Euro h\u00e4lt rechtlichen Pr\u00fcfungen bei AGB-Vertr\u00e4gen nicht stand.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Laufleistungs- oder zeitabh\u00e4ngige Verg\u00fctung<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Funktionsweise:<\/strong><\/span> Die Entsch\u00e4digung berechnet sich nach der intensiven Nutzung im Betrieb (z. B. ein fester Betrag pro gearbeiteter Stunde wie im BAG-Fall der Fahrradlieferanten, oder Cent-Betr\u00e4ge pro gefahrenem Kilometer bei Dienstfahrten mit dem Privat-PKW nach den steuerlichen S\u00e4tzen).<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Wichtig:<\/strong><\/span> Die Bemessungsgrundlage muss fair sein. Wie das Bundesarbeitsgericht im Urteil zu den Ridern moniert hat, darf eine Gutschrift (wie eine Reparaturgutschrift) nicht an unfaire Bedingungen gekn\u00fcpft sein \u2013 etwa wenn sie ausschlie\u00dflich bei einem einzigen, vom Arbeitgeber diktierten Partnerunternehmen eingel\u00f6st werden darf. Der Arbeitnehmer muss frei \u00fcber die Kompensation verf\u00fcgen k\u00f6nnen.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Kosten\u00fcbernahme f\u00fcr Wartung, Pflege und Instandhaltung<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Funktionsweise:<\/strong> <\/span>Der Arbeitgeber \u00fcbernimmt direkt die laufenden Unterhaltskosten, die f\u00fcr den Betrieb des Eigentums zwingend anfallen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Beispiele:<\/strong><\/span> Die regelm\u00e4\u00dfigen Kosten f\u00fcr das professionelle Nachschlleifen von Friseurscheren, die Kosten f\u00fcr Ersatzteile, oder im Bereich der IT die \u00dcbernahme der monatlichen Handyrechnung bzw. der Datenflatrate.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> Bereitstellung eines Verschlei\u00dfbudgets oder Reparaturguthabens<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Funktionsweise:<\/strong><\/span> Dem Arbeitnehmer wird ein festes Budget einger\u00e4umt, \u00fcber das er Reparaturen, Wartungen oder notwendigen Ersatz f\u00fcr sein Arbeitsmittel abwickeln kann.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Rechtlicher Haken:<\/strong><\/span> Damit dies zul\u00e4ssig ist, muss das Budget in seiner H\u00f6he angemessen sein, sich an der tats\u00e4chlichen Beanspruchung orientieren und dem Arbeitnehmer die freie Wahl lassen, wo und wie er die Reparatur oder Beschaffung vornimmt.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #0500a8;\"> H\u00f6here Grundverg\u00fctung (\u00dcberzahlung)<\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Funktionsweise:<\/strong><\/span> Vertraglich wird vereinbart, dass das niedrigere Grundgehalt durch einen tariflichen oder freiwilligen Zuschlag f\u00fcr den Werkzeug- oder Ger\u00e4teeinsatz aufgestockt wird.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #080060;\"><strong>Voraussetzung:<\/strong><\/span> Der Aufwendungsersatz muss im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag <span style=\"color: #080060;\"><strong>transparent und ausdr\u00fccklich<\/strong><\/span> als solcher ausgewiesen oder erkennbar eingepreist sein, damit im Streitfall klar ist, dass ein ad\u00e4quater Ausgleich stattfindet.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Worauf Arbeitgeber achten m\u00fcssen: <\/span><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Eine Kompensation ist immer dann unwirksam oder unzureichend, wenn sie versteckt, intransparent oder wirtschaftlich unzureichend ist. Wenn ein Arbeitnehmer beispielsweise eine hochwertige Friseurschere f\u00fcr mehrere hundert Euro nutzt, die regelm\u00e4\u00dfig geschliffen werden muss, deckt eine pauschale Aufwandsentsch\u00e4digung von wenigen Cent diesen echten Verschlei\u00df nicht ab. Im Zweifel gilt: <span style=\"color: #080060;\"><strong>Klare vertragliche Regelung vorab statt nachtr\u00e4glichem Streit \u00fcber Aufwendungsersatz nach \u00a7 670 BGB.<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #0500a8;\">Kontakt zur Rechtsanwaltskanzlei in D\u00fcsseldorf<\/span><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Sie haben ein juristisches Problem, bei dem Ihnen ein Rechtsanwalt behilflich sein kann, dann schicken Sie uns eine E-Mail mit einer Darstellung Ihres Problems.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"specialtext-content-left effect\"><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Schreiben Sie uns an:<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #487693;\">sekretariat@johanna-swist.de<\/span><\/h3>\n<h5 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">oder\u00a0<\/span><\/h5>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Rufen Sie uns an:<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #2f2f80;\">0211 &#8211; 8759\u00a0 8067.<\/span><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #a0843d;\"><span style=\"color: #ffffff;\">&#8211;<\/span>Wir schenken Ihnen unsere ganze Aufmerksamkeit!<span style=\"color: #ffffff;\">&#8211;<\/span><\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffffff;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/span><\/p>\n<p><\/div><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><a class=\"maxbutton-109 maxbutton\" href=\"javascript:void(0);\"><\/a><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.johanna-swist.de\/wpjs\/de\/kanzlei\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"Einsatz des eigenen Werkzeugs aligncenter wp-image-7490\" title=\"Einsatz des eigenen Werkzeugs\" src=\"http:\/\/www.johanna-swist.de\/wpjs\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Logo-2-1-300x85.jpg\" alt=\"Einsatz des eigenen Werkzeugs\" width=\"364\" height=\"103\" srcset=\"https:\/\/www.johanna-swist.de\/wpjs\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Logo-2-1-300x85.jpg 300w, https:\/\/www.johanna-swist.de\/wpjs\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Logo-2-1.jpg 337w\" sizes=\"auto, (max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Rechtlicher Hinweis &amp; Haftungsausschluss<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Inhalte &amp; Haftung<\/strong> Die Inhalte dieser Seite dienen ausschlie\u00dflich der allgemeinen Information. Trotz sorgf\u00e4ltiger Pr\u00fcfung \u00fcbernehmen wir keine Gew\u00e4hr f\u00fcr die Richtigkeit, Vollst\u00e4ndigkeit oder Aktualit\u00e4t der bereitgestellten Informationen. Haftungsanspr\u00fcche aus der Nutzung dieser Informationen sind ausgeschlossen, sofern kein vors\u00e4tzliches oder grob fahrl\u00e4ssiges Verschulden vorliegt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Keine Rechtsberatung<\/strong> Die bereitgestellten Informationen stellen <strong>keine Rechtsberatung<\/strong> dar und k\u00f6nnen eine individuelle Beratung durch einen qualifizierten Rechtsanwalt nicht ersetzen. Die Anwendung der Inhalte auf konkrete Einzelf\u00e4lle erfolgt auf eigene Gefahr des Nutzers.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\">Lassen Sie sich von einem Rechtsanwalt zu Ihrem konkreten Anliegen beraten!<\/span><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Einsatz des eigenen Werkzeuges &#8211; ist das rechtm\u00e4\u00dfig? &nbsp; Realit\u00e4tsnahe Bewertung dieser Entscheidung &nbsp; In welchem Umfang kann ein Arbeitgeber erwarten, dass sein Arbeitnehmer sein Eigentum einsetzt? &nbsp; Gibt es Bereiche, in denen es \u00fcblich ist, dass der Arbeitnehmer<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"footnotes":""},"categories":[52],"tags":[],"class_list":["post-9053","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rechtsprechung-zum-arbeitsrecht"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.3 - 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